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Ärgernis im Wiegersweg: Anwohner in Beckdorf sind von einem "Huckel" genervt

Beim Überfahren dieser Bodenwelle im Wiegersweg ruckelt es so heftig, dass viele Autofahrer auf den Fußweg ausweichen (Foto: jd)
jd. Apensen. Der Wiegersweg in Beckdorf: Ein dunkler Kombi braust Richtung Hauptstraße, bremst abrupt, schwenkt nach links auf den Fußweg, um dann wieder auf die Fahrbahn zu fahren. Mit diesem Manöver umschifft die Frau hinterm Lenkrad ein Hindernis, das vielen Anwohnern ein Dorn im Auge ist. Vor ein paar Monaten wurde hier die Straße mit einer Bodenschwelle versehen. Im Prinzip kein Problem, denn im Wiegersweg gibt es fünf weitere "Huckel". Doch an dieser Stelle ist es anders: Selbst im Schritttempo ruckelt und rappelt es so tüchtig, dass die Autofahrer Angst um ihre Wagen haben. Die Mehrheit im Wiegersweg will nun, dass dieser Stoßdämpfer-Killer beseitigt oder zumindest entschärft wird.

Beckdorfs Gemeindedirektor Peter Sommer bekam auf der jüngsten Ratssitzung eine Liste mit 23 Unterschriften überreicht. Die Unterzeichner fordern die Gemeinde auf, endlich das Problem mit der Bodenschwelle zu lösen. Diese sei im Winkel deutlich steiler als die anderen fünf, heißt es in dem Schreiben. Wer darüber fahre, nehme "harte Schläge am Fahrzeug und im Rücken" wahr. Die Gemeinde solle für "rechtmäßige Zustande sorgen", bevor "weitere Schäden dazu führen, dass die Gemeinde als Eigentümerin der Straße in Regress genommen wird."

Dieser Ärger war im Vorfeld nicht abzusehen: Errichtet wurde die zusätzliche Bodenwelle auf Wunsch des Wiegersweg-Bewohners P. Er und sein Nachbar waren in Sorge um ihre kleinen Kinder. Mit Zustimmung der Gemeinde und der unmittelbaren Anwohner ließ P. die Bodenschwelle von einer Baufirma einbauen - auf eigene Kosten. Die Bedingung für das Okay aus dem Rathaus: Der neue Huckel sollte genauso wie die fünf bestehenden ausgeführt werden.

Doch das geschah offenbar nicht, so dass jetzt Unmut herrscht. Als Anlieger fühle man sich durch "die Nichteinhaltung der Zusage einer baugleichen Schwelle nachhaltig getäuscht", ärgern sich die Wutbürger aus dem Wiegersweg.
Der Schwarze Peter liegt nun bei der Gemeinde: "Wir werden Herrn P. schriftlich auffordern, die umstrittene Schwelle an die anderen anzupassen", erklärte Sommer in einer ersten Reaktion auf das Protestschreiben.

Doch diese Auskunft ist inzwischen hinfällig: "Die Verwaltung prüft den gesamten Vorgang noch einmal", erklärte jetzt Sommers Stellvertreterin für Beckdorf, Kerstin Zegenhagen. Vielleicht sei die Schwelle in dieser Ausführung doch zulässig. Die Gemeinde sei deshalb unter anderem mit der Straßenverkehrsbehörde im Kontakt getreten, um sich Rat zu holen.

Wer durch den Wiegersweg fährt, ist auf jeden Fall gut beraten, sein Tempo zu drosseln. Und bitte nicht auf den Fußweg ausweichen: Schon wegen der Kinder!