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Auf "Faktencheck" in Sauensiek: Bürgermeister widerspricht Leserbrief

Bürgermeister Rolf Suhr nimmt die Spielgeräte in Augenschein Fotos: jd
jd. Sauensiek. "In diesem Schreiben werden Dinge behauptet, die so nicht zutreffen" - Der Sauensieker Bürgermeister Rolf Suhr ärgert sich über einen Leserbrief, der kürzlich im WOCHENBLATT abgedruckt wurde. Darin ist unter anderem von "defekten Spielgeräten" die Rede, auch der Zustand der Dorfjugend-Hütte und der Wege am Gaußturm wird leicht gehässig aufs Korn genommen. "Was den öffentlichen Bereich anbelangt, treffen die Äußerungen des Leserbrief-Schreibers nicht zu", sagt Suhr. Der Bürgermeister lud jetzt zum Ortstermin mit Faktencheck.

Leider sei der Verfasser nicht auf sein Gesprächsangebot eingegangen, so Suhr. Man hätte dann direkt klären können, welche vermeintlichen Mängel moniert werden. "Von beschädigten Spielgeräten kann jedenfalls keine Rede sein", erklärt der Bürgermeister. Auf dem Sauensieker Spielplatz nimmt er Schaukel, Klettergerüst und Co. noch einmal genau unter die Lupe: "Alles in Ordnung." Die Gerätschaften würden regelmäßig vom Bauhof kontrolliert und zudem jährlich vom TÜV geprüft.

Gleich nebenan steht die kleine Hütte, in der die Sauensieker Dorfjugend ihren Gruppenraum hat. Drei dieser Holzhäuschen wurden in den 1990er Jahren von der Gemeinde gebaut, um dort Asylbewerber vom Balkan unterzubringen. "Zwei Hütten wurden abgebaut, diese hier blieb als Domizil für die Jugendlichen", berichtet Suhr. Die Hütte mache doch einen ordentlichen Eindruck. Vieles hätten die Leute in Eigenleistung hergerichtet: "Ich weiß wirklich nicht, was es hier zu bemängeln gibt."

Schließlich inspiziert der Bürgermeister noch die Wanderwege rund um den 65 Meter hohen Litberg. Der Gaußturm, der auf dem höchsten "Berg" des Landkreises thront, ist nicht nur Ziel vieler Spaziergänger. Das leicht hügelige Gelände lockt auch viele Motocross-Fahrer an, die dort verbotenerweise mit ihren Maschinen unterwegs sind und dabei Spurrillen in den weichen Boden ziehen. "Die Wege werden von unseren Gemeindearbeitern immer wieder planiert" sagt Suhr. Es werde natürlich nicht täglich nachgeschaut, doch im Moment sei alles bestens.

"Ich finde es unfair, wenn Sauensiek mit unzutreffenden Behauptungen in ein schlechtes Licht gerückt wird", erklärt Suhr: Er akzeptiere Kritik: "Doch die Fakten müssen stimmen."