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Die Möbel stehen bereits: Apenser Ortswehr zieht Ende Juli ins neue Gerätehaus um

Johann Mehrkens im Herzstück des Gerätehauses: der Fahrzeughalle Fotos: jd
jd. Apensen. Er ist stolz wie ein Häuslebauer, der sich darüber freut, endlich sein Eigenheim beziehen zu können: Bei dem Neubau, in dem Johann Mehrkens künftig der Hausherr ist, handelt es sich um das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Apensen. Mehrkens ist Ortsbrandmeister und musste wie die 78 Aktiven seiner Ortswehr seit Jahren auf das neue Gebäude warten. Auch in der Endphase gab es noch Verzögerungen: Die Fertigstellung war zuerst für Dezember 2016 vorgesehen, dann auf den April verschoben worden und jetzt soll am 2. September die offizielle Einweihung mit geladenen Gästen erfolgen. Von den langjährigen politischen Querelen um den Bau der Gerätehäuser (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach) will Mehrkens nichts mehr hören: "Die Sache ist für mich abgehakt."

Ganz abgehakt ist beim neuen Gebäude allerdings noch nicht alles: Bei der Abnahme durch die Verwaltung wurden einige Baumängel festgestellt. Die monierten Stellen - vor allem an der Fassade und am Dach - sollen in den kommenden Tagen nachgebessert werden. "Bis zum 31. Juli muss der Umzug erfolgt sein", erklärt Mehrkens. Der Mietvertrag für das alte Gerätehaus ist zu diesem Termin gekündigt. Wenn Mehrkens von Umzug spricht, meint er Fahrzeuge und Ausrüstung: "Das alte Mobiliar nehmen wir nicht mit. Das kommt auf den Sperrmüll, wenn wir die alte Feuerwache in Eigenleistung entrümpeln."

Die Feuerwehrleute packten auch im Neubau mit an: Ein paar Büromöbel haben sie bereits montiert, die Regale und Werkbänke in den Werkstatträumen sind fertig aufgebaut, und auch die neuen Spinde stehen schon. "Hier hat endlich jeder Aktive einen eigenen Umkleideplatz und eine Garderobe für seine Ausrüstung", sagt Mehrkens. Im alten Gebäude hingegen sei alles so beengt, dass sich zwei Drittel der Feuerwehrleute zu Hause umziehen mussten. Auch die beiden Kleider- und Gerätewarte dürften sich über die ganz neuen Möglichkeiten freuen: Sie haben ein Teil des Materials bei sich daheim eingelagert. Auch das hat in Kürze ein Ende. Im neuen Gerätehaus warten unendlich lange Reihen von Regalen darauf, gefüllt zu werden.
"Es ist ein Sprung von der Steinzeit in die Moderne", so das Fazit von Mehrkens: Das Gebäude sei einfach toll und von der Raumgestaltung gut konzipiert. Auch die Jugendfeuerwehr habe nun ihre eigenen Räume und der neue Schulungsraum sei im Vergleich zu dem alten Kämmerlein unter dem Dach fast wie ein Saal.
Kern des Gerätehauses ist aber die mit modernster Technik ausgestattete Fahrzeughalle. Auch dort kann man getrost von einem Quantensprung sprechen. Das neue Löschfahrzeug, das die Ortswehr erst vor Kurzem angeschafft hat und das jetzt provisorisch nebenan im Bauhof untergestellt ist, erhält dann einen gebührenden Platz.

• Auch die Apenser Bürger erhalten Gelegenheit, das neue Gerätehaus
in Augenschein zu nehmen: Am Sonntag, 10. September, ist ein Tag der offenen Tür geplant.