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Fest der Begegnung in Apensen: Einheimische und Flüchltinge lernen sich kennen

Begrüßten die Gäste auf mehreren Sprachen (v. li.): Abdul Dakkori aus Syrien, Sven Huntemann, Malik Shaheen aus Pakistan und Pastor Christoph Schoon
Miteinander statt übereinander zu sprechen - das war das Motto des Festes der Begegnung am vergangenen Wochenende in Apensen. Etwa 30 Bewohner der Samtgemeinde trafen sich mit ihren Gästen u.a. aus Afrika, Syrien, Pakistan und Serbien zu einer Begrüßungsfeier im Jugend- und Kulturzentrum in Apensen, um sich beim gemeinsamen Essen und Trinken kennenzulernen und Berührungsängste abzubauen.
Organisiert wurde das Fest von der neuen Bürgerinitiative "Mitmenschen", die Flüchtlingen die Integration erleichtern will. Das Buffet wurde zum Großteil von den "Montagsfrauen" aus Beckdorf vorbereitet. Karin Ropers von den "Montagsfrauen" nutzte auch gleich die Gelegenheit, Ahmad Alian aus Syrien zu fragen, warum hauptsächlich Männer aus den Krisengebieten flüchten. "Diese Frage taucht in Beckdorf immer wieder auf", erzählt sie. Die Antwort des Syrers leuchtete ihr ein: Die Flucht sei extrem gefährlich und koste mehrere 1.000 Euro. Wie Alian, der seine Frau und zwei Kinder schmerzlich vermisst, würden jedoch viele Asylbewerber versuchen, ihre Familien nachzuholen. In Apensen fühlen sie sich gut aufgenommen. Malik Shaheen aus Pakistan lebt seit vier Monaten in der Gemeinde: "Die Menschen hier sind sehr kooperativ und helfen uns bei allen Problemen", erzählt er.
Andrea Huntemann von der Bürgerinitiative Mitmenschen freut sich über die vielen Besucher. "Es ist schön zu beobachten, wie sich die Flüchtlinge allmählich entspannen", sagt sie.
Wer bei der Initiative mitmachen möchte, ist herzlich willkommen. Auch über Spenden freuen sich die ehrenamtlichen Mitglieder: Gesucht werden u.a. Winterbekleidung, Fahrräder und funktionierende Kühlschränke.
Weitere Infos unter http://mitmenschen.jimdo.com