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Zwei Familien ziehen in das neue Haus für Asyl Suchende in Apensen

Peter Sommer und Rita Klawitter von der Verwaltung und Michael Bösch vom Bauhof zeigen das neue Haus für asylsuchende Familien
Apensen: Flüchtlinghaus | Zwei Asyl suchende Familien aus Serbien ziehen jetzt in Apensen in das Haus an der Buxtehuder Straße 76 ein. Beide haben jedoch schon einen Ablehnungsbescheid erhalten. Eine Familie mit neun Personen - Vater, zwei erwachsene Töchter, deren Ehemänner und insgesamt vier Kinder - hat das Erdgeschoss bereits bezogen. Die obere Etage wird zur Zeit noch für die zweite Familie, ein Elternpaar mit sechs Kindern, vorbereitet.
Um weitere Asylbewerber aufnehmen zu können, hatte die Samtgemeinde in Apensen im vergangenen Sommer für 191.000 Euro das Einfamilienhaus ersteigert. Ursprünglich wollte die Samtgemeinde dort wie im Nachbarhaus alleinstehende, Asyl suchende Männer unterzubringen. Doch dagegen protestierten die Nachbarn (das WOCHENBLATT berichtete). Daraufhin fragte die Verwaltung bei der zentralen Anlaufstelle in Braunschweig nach Familien. Die beiden serbischen Familien waren bereits in Deutschland und wurden sofort nach Apensen geschickt, wo sie seit Dezember in den leerstehenden Räumen über dem ehemaligen Penny-Markt untergebracht wurden, während das Haus an der Buxtehuder Straße unter der Leitung der Bauhof-Mitarbeiter umgebaut wurde. Unter anderem hat die Samtgemeinde eine neue Elektrik installieren lassen, es wurde ein Linoleum-Boden verlegt, neue Wände gezogen, die marode Terrasse entfernt und die Terrassentür verschraubt. Beide Wohnungen verfügen über fünf Zimmer, Küche und Bad sowie über Kellerräume. Die Erdgeschosswohnung hat ein zweites WC. Beide Wohnungen wurden mit einem Stromzähler ausgestattet, die Flüchtlinge bekommen eine bestimmte Menge Strom zugewiesen und müssen, wenn sie mehr benötigen, zusätzlich Strom kaufen.
Bisher hat die Sanierung rund 55.000 Euro gekostet. "Drei Rechnungen stehen noch aus", sagt Rita Klawitter, Gebäudemanagement der Verwaltung. Außerdem wurden auf Wunsch der Anlieger die dunklen Tannen auf dem Grundstück des benachbarten Flüchtlingshauses entfernt und die Holz-Bushalte-Stelle durch ein Glashaus ersetzt, weil die Anwohner sich darüber beschwert hatten, dass das Grundstück nicht einsehbar war. Diese Arbeiten sowie die Vorbereitungen in den Räumen im ehemaligen Penny-Gebäude haben die Samtgemeinde zusätzlich etwa 10.000 Euro gekostet.
Wie es mit den beiden Familien nach dem Ablehnungsbescheid weiter geht und wie lange sie noch in Apensen bleiben, ist noch ungeklärt. Danach wird sich die Samtgemeinde weiter um Familien bemühen. "Wir haben zwar mit alleinstehenden Männern nur gute Erfahrungen gemacht", sagt Verwaltungschef Peter Sommer. "Aber das Haus ist jetzt für Familien umgestaltet worden."