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Apensen bereitet sich auf Asylbewerber vor

Im linken Haus leben bereits seit zehn Jahren Asylbewerber. Das rechte Haus hat die Samtgemeinde jetzt ersteigert, um weitere Asylbewerber unterbringen zu können
Um weitere Asylbewerber aufnehmen zu können, hat die Samtgemeinde in Apensen an der Buxtehuder Straße 76 für 191.000 Euro ein Einfamilienhaus ersteigert. Einige Anwohner reagierten mit Verständnis, andere sind besorgt. Zumindest ein Nachbar hat der Samtgemeinde einen Brief geschrieben, in dem er sein Besorgnis zum Ausdruck bringt. Unter anderem befürchtet er, dass von den Bewohnern eine Gefahr ausginge und dass der Wert seines Hauses gemindert werde.
"Die Samtgemeinde ist verpflichtet, ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber zu schaffen", erklärt Peter Sommer. Etwa 100.000 zusätzliche Flüchtlinge werden dieses Jahr in Deutschland erwartet, die den Kommunen zugewiesen werden. "Da auch das Nachbarhaus der Samtgemeinde gehört und dort Asylbewerber leben, bot sich der Hauskauf für uns an", sagt Sommer. Bisher habe die Samtgemeinde keine schlechten Erfahrungen mit ihren Gästen gemacht. "Innerhalb von zehn Jahren mussten wir nur ein Mal eingreifen, weil einer der Bewohner psychisch krank war", so Peter Sommer.
Auch Bürgermeister Kurt Matthies (SPD) hält die Unterbringung von Asylanten in den beiden Häusern an der Buxtehuder Straße für eine vernünftige Lösung. "Das sind unsere Mitmenschen. Ihnen von Anfang etwas Negatives zu unterstellen, ist nicht in Ordnung." Allerdings würde er es begrüßen, wenn Vertreter des Ordnungsamtes verstärkt darauf achten, dass die Hausordnung eingehalten wird. "Immerhin handelt es sich um unser Eigentum", so Matthies. Im Durchschnitt leben die Asylbewerber zwei Jahre in ihrer Unterkunft, bis ihr Antrag bewilligt oder abgewiesen wird. Dann suchen sie sich ein neues Zuhause oder müssen wieder in ihre Heimat zurück.
Die Samtgemeinde will dem besorgten Nachbarn so weit entgegen kommen, dass das Holz-Bushäuschen vor den Gebäuden durch ein Glashaus ersetzt wird. "Dann kann sich dort niemand verstecken, und die Bürger können sich sicherer fühlen", erklärt Peter Sommer. Aus dem gleichen Grund denkt er auch darüber nach, die großen Tannen auf dem Grundstück des Eckhauses, Buxtehuder Str. 78, zu entfernen.