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Apenser Sozialdemokraten stürzen zweistellig ab / CDU und Wählergemeinschaften legen zu

Im Rathaus von Apensen wird künftig wohl eine "bürgerliche" Mehrheit das Sagen haben
jd. Apensen. Was für ein Wahl-Debakel für die SPD: Die Genossen mussten in der Samtgemeinde Apensen und in zwei von drei Mitgliedskommunen Stimmeneinbußen in zweistelliger Höhe hinnehmen. Das ist offenbar die Quittung des Wählers für einen jahrelangen Schlingerkurs - vor allem beim unsäglichen Thema Feuerwehrgerätehäuser. Die Genossen hatten in der vergangenen Wahlperiode die Chance vertan, gemeinsam mit den Grünen eine verlässliche Politik zu betreiben. Diese Mehrheit links der Mitte ist nun "futsch". Zweiter Wahlverlierer sind die Grünen, die ebenfalls Verluste einfuhren.

Im Samtgemeinderat gibt es nun eine "bürgerliche" Mehrheit: Während die SPD von acht auf fünf Sitze absackte und die Grünen die Zahl ihrer Sitze von vier auf zwei halbierte, sind CDU und Freie Wähler (FWG) wie gehabt mit acht bzw. zwei Mandaten vertreten. Einen weiteren Sitz holte sich "Newcomer" UWA (Unabhängige Wählervereinigung Apensen). Die Gruppierung um den CDU-Fraktions-"Renegaten" Stefan Reigber hat sich sicherlich Hoffnung auf mehr Mandate gemacht, doch die Wähler blieben trotz der massiven UWA-Wahlkampfpräsenz offenbar skeptisch. Auch die AfD ist im neuen Rat vertreten: Dem Ergebnis nach hätte es für zwei Sitze gereicht, doch es gab nur einen Kandidaten. Folglich bleibt der zweite Sitz unbesetzt.

Ähnlich sieht es in der Gemeinde Apensen aus. Dort überflügelte die CDU die SPD: Die Christdemokraten steigerten sich von fünf auf sechs Sitze, währen die Genossen ihre Mandate halbierten (drei statt bisher sechs). Die FWG ist nun mit drei statt zwei Sitzen vertreten und die UWA holte aus dem Stand zwei Mandate. Die Grünen haben nur noch einen Sitz. Vorher waren es zwei. Als Ergebnis bleibt festzuhalten, dass die CDU kaum von den erheblichen Stimmenverlusten bei SPD und Grünen profitieren konnte. Der Begriff "Wahlsieger" passt am ehesten auf die FWG und die UWA.

Als Wahlsieger kann sich auch Sauensieks Bürgermeister Rolf Suhr feiern lassen. Der CDU-Politiker liegt auf Samtgemeinde-Ebene mit 1.162 Einzelstimmen an der Spitze und in seiner "Heimat-Kommune" Sauensiek legte die CDU um fast zehn Prozent auf 65 Prozent zu. Sein Beckdorfer Bürgermeister-Kollege Siegfried Stresow hatte vor fünf Jahren ein ähnliches Ergebnis für die SPD geholt, doch davon ist er diesmal weit entfernt: Die Beckdorfer SPD stürzte von 63 auf 35 Prozent ab. Die komfortable absolute Mehrheit ist Vergangenheit. Will Stresow im Amt bleiben, muss er sich nach einem Partner umsehen. In Frage kämen die Grünen, die bisher nicht im Beckdorfer Rat vertreten waren und zwei Mandate holten.


Diese Politiker sitzen im neuen Samtgemeinderat:

CDU: Marlies Hupe, Andreas Steltenpohl, Jan Tomas Gold, Christian Wilkens, Rolf Suhr, Peter Wiechern, Claus Tobaben, Marcus Tschritter
SPD: Dr. Karin Siedler-Thul, Siegfried Stresow, Julia Reiff, Edwin Antonio Steffens, Rolf Makoschey
Grüne: Dieter Kröger, Stefan Jopp
FWG: Jan Klindworth, Frank Buchholz
UWA: Dierck Gutschendies
AfD: Lars Seemann