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Container-Streit geht weiter

Die idyllische Ruhe am Beckdorfer Bahnhof trügt
jd. Beckdorf. Die Gemeinde Sauensiek hat erneut vor, Flüchtlings-Unterkünfte in Beckdorf aufzustellen. "Wie lange soll dieses Spiel noch weiter getrieben werden?", fragt sich Beckdorfs Bürgermeister Siegfried Stresow (SPD). Sein Sauensieker Amtskollege Rolf Suhr (CDU) startet einen erneuten Versuch, Wohncontainer für Asylbewerber auf dem Gelände des ehemaligen Beckdorfer Bahnhofes aufzustellen. In den mobilen Unterkünften sollen Flüchtlinge untergebracht werden, die der Gemeinde Sauensiek zugewiesen werden. Bereits im September trat Suhr mit dem gleichen Ansinnen an den Apenser Samtgemeinderat heran. Er zog einen entsprechenden Antrag aber zurück (das WOCHENBLATT berichtete). Nun nehmen Suhr und seine Verwaltungsvertreterin, die Samtgemeinde-Bauamtsleiterin Sabine Benden, gar nicht erst den Weg über die Politik: Sie haben eine Bauvoranfrage an den Landkreis gerichtet.

In dieser Anfrage, die dem WOCHENBLATT vorliegt, wird zunächst die Platzierung von Containern auf dem rund 0,6 Hektar großen Areal beantragt. Später sollen dort Fertiggaragen aufgestellt werden. In dem von Benden unterzeichneten Schreiben wird ausgeführt, dass eine im Januar vom Beckdorfer Gemeinderat erlassene Veränderungssperre für das Gelände unwirksam sei. Dieser Passus ärgert Stresow besonders: "Frau Benden war selbst an dem Verfahren beteiligt. Sie hat als Expertin mit keiner Silbe erwähnt, dass der Gemeinderat schon da eine Festsetzung zur Art der künftigen Nutzung hätte beschließen müssen."

Laut Stresow beabsichtigen die Beckdorfer, die Flächen rund um den ehemaligen Bahnhof zu einem Grüngürtel umzugestalten. Dafür müsste der Bebauungsplan geändert werden. Doch die Gemeinde Sauensiek wolle diese Fläche, die sie vor Jahren der EVB für einen Spottpreis abgekauft habe, partout nicht herausrücken, so Stresow. Er kritisiert die Rolle Bendens bei dieser Angelegenheit: Ihm dränge sich der Eindruck auf, dass diese eher Sauensieker Interessen vertrete, obwohl sie als Bauamtsleiterin neutral zu sein habe.

• Das WOCHENBLATT bemühte sich bis Redaktionsschluss leider vergeblich um eine Stellungnahme Bendens.