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Der Rat rückt weniger Geld raus: Apenser Samtgemeinderats-Politiker wollen Kosten für Kita-Ausbau deckeln

Der Rohbau für die neue Kita ist fertiggestellt. Nun kommt die Inneneinrichtung an die Reihe (Foto: jd)
jd. Apensen. Erst belief sich der Fehlbetrag auf knapp 100.000 Euro, jetzt ist es nur noch die Hälfte: Rund 50.000 Euro fehlen, damit die Kita "Arche Noah" in Apensen die derzeit in Bau befindlichen vier zusätzlichen Gruppenräume auch entsprechend nutzen kann. Die Verwaltung hatte die vorgesehenen Anschaffungen für die Innenausstattung noch einmal genau unter die Lupe genommen und dabei jede Menge Einsparmöglichkeiten ausgeschöpft. So konnten die Kosten um rund 50 Prozent reduziert werden. Doch selbst die verbliebenen 50.000 Euro erscheinen den Politikern im Samtgemeinderat zu hoch: Sie wollen lediglich 40.000 Euro für die Kita-Einrichtung zur Verfügung - unter der Maßgabe, dass die Gemeinde davon 10.000 Euro übernimmt.

Die Kosten für die Innenausstattung des Kita-Neubaus, der an der Apenser Schulstraße neben dem Jugendzentrum entsteht, sind bereits seit längerem ein Zankapfel zwischen der Samtgemeinde und der Gemeinde. Letztere hatte die Baufinanzierung übernommen, um die eigentlich zuständige, aber äußerst "klamme" Samtgemeinde finanziell zu entlasten. Die Investitionskosten sollten dann durch die Mietzahlungen seitens der Samtgemeinde wieder hereingeholt werden. Nachdem der Apenser Rat bereits 200.000 Euro für die Innenausstattung bewilligt hatte, war dort das Ende der Fahnenstange erreicht.

Der Gemeinderat beschloss, dass die Gemeinde Apensen nur dann zusätzliche Kosten übernimmt, wenn die Samtgemeinde höhere Mietzahlungen leistet.
Auf dieses Angebot ging der Samtgemeinderat nicht ein: Er beschloss einstimmig, höchstens 30.000 Euro zu bewilligen und von der Gemeinde weitere 10.000 Euro einzufordern. Ob die Gemeinde-Politiker dazu bereit sind, muss noch geklärt werden. Dass die Kosten für den Innenausbau zunächst von 200.000 auf 300.000 Euro gestiegen sind, begründet Rathauschef Peter Sommer mit Fehlern bei der ursprünglichen Planung und gestiegenen Anforderungen hinsichtlich der Ausstattung. So sei anfangs nicht berücksichtigt worden, dass es in der Kita künftig eine Integrationsgruppe geben werde. Außerdem Um dort behinderte Kinder aufnehmen zu können, müsse eine entsprechende Ausstattung vorhanden sein.