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Die Dorfmitte Apensens soll durch eine Erhaltungssatzung geschützt werden

Der Delmer Hof steht bereits leer
Der Delmer Hof in Apensen steht bereits leer und der Penny-Markt gegenüber wird Ende Juni geschlossen. Um Einfluss auf die zukünftige Nutzung der beiden Gebäude ausüben zu können, will die Gemeinde Apensen jetzt eine Erhaltungssatzung für die Dorfmitte auf den Weg bringen. Das zumindest ist die Empfehlung des Planungs- und Umweltausschusses an den Gemeinderat.
Mit dieser Satzung sollen die Struktur des bestehenden Einzelhandels und die Erhaltung der städtebaulichen Gestalt geschützt werden. "Der Bebauungsplan reicht dafür nicht aus", erklärt Bauamt-Chefin Sabine Benden. So verhindere der Bebauungsplan Nr. 15 "Dorfmitte" zum Beispiel nicht den Abriss oder die Umnutzung der Gebäude. "Mit einem Abriss werden schnell vollendete Tatsachen geschaffen" sagt Benden. "Wir als Gemeinde möchten ein Mitspracherecht haben."
Die Erhaltungssatzung soll für den gesamten Bereich des Bebauungsplans "Dorfmitte" gelten. Ausgenommen ist lediglich das Wohngebiet zum Junkernweg. Dafür soll die Fläche des Sonderpostenmarktes "Schauen und Kaufen" mit in den Geltungsbereich der Erhaltungssatzung aufgenommen werden. Die einzige kritische Nachfrage im Ausschuss kam von Oliver Pade (SPD), der wissen wollte, ob eine Erhaltungssatzung die Eigentumsrechte beschränke. Sabine Benden verneint dieses: "Unsere Absicht ist nicht, Einfluss auf den Markt zu nehmen, sondern die Grundversorgung in der Dorfmitte zu sichern", sagt sie.
Die Idee, die Kaufkraft in der Ortsmitte zu halten, wird von Regila Radix-Dorozala, Vorsitzende des Gewerbevereins, durchaus begrüßt. Eine Erhaltungssatzung hält sie allerdings für bedenklich. "Das ist ein zu großer Einschnitt in die Rechte der Eigentümer", sagt sie.
Peter Möller, Inhaber des Gebäudekomplexes, in dem sich der Pennymarkt befindet, sieht einer Erhaltungssatzung gelassen entgegen. Seine Pläne, nur eine unwesentliche Nutzungsänderung, sind bereits mit der Kommune abgestimmt.