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Fairer Dialog mit den Einwohnern: Interview mit Samtgemeindebürgermeister-Kandidat André Bunkowsky

André Bunkowski (Foto: oh)
André Bunkowsky (48) aus Hollenstedt fordert den amtierenden Peter Sommer heraus. Bunkowsky ist Diplom-Verwaltungswirt und Kriminaloberrat der Polizei Hamburg. Er wird von der SPD, dem Bündnis 90/Die Grünen sowie der Freien Wählergemeinschaft unterstützt. Das WOCHENBLATT fragt den Kandidaten nach seinen Zielen.

WOCHENBLATT: Welche Eigenschaften zeichnen Sie für die Aufgabe des Samtgemeindebürgermeisters in Apensen aus?

André Bunkowsky: Durch mein Studium sowie meine beruflichen und gewerkschaftlichen Erfahrungen bringe ich alle erforderlichen Qualifikationen mit. Ich bin hier aufgewachsen und kenne Apensen, ohne in alte Strukturen verflochten zu sein. Ich kann zuhören und analysieren. Mir ist besonders wichtig, zwischen Menschen zu vermitteln, in Teamarbeit gemeinsame Potenziale zu erkennen und diese für alle zu nutzen. Der Mensch steht im Mittelpunkt!

WOCHENBLATT: Die Samtgemeinde ist mit rund 5 Millionen Euro verschuldet. Werden Sie den Rotstift ansetzen und wenn ja, an welcher Stelle?

André Bunkowsky: Die Last wurde leider auf 9,5 Mill. € fast verdoppelt! Ich möchte nicht nur das gesetzlich Erforderliche, sondern auch das für gute Entwicklung Sinnvolle ermöglichen. „Blinde Streichwut“ hilft da nicht. Als Teil der Metropolregion HH hat die Samtgemeinde auch gute Chancen. Es wäre unprofessionell, jetzt Ankündigungen ohne fachgerechte Bewertung zu machen. Dies werde ich zusammen mit weiteren Fachleuten tun und dann angemessen handeln.

WOCHENBLATT: Seit fünf Jahren wird in Apensen über den Bau von drei Feuerwehrgerätehäusern gestritten. Mit welcher Strategie wollen Sie dieser Never-Ending-Story zu einem Happy-End verhelfen?

André Bunkowsky: Ein katastrophaler Zustand! Diese „Herkules-Aufgabe“ wird die erste sein, die dringend zu lösen ist. Alle Beteiligten müssen an einen Tisch. Planung und Umsetzung kann ohne die Fachleute der Feuerwehr und die politischen Entscheidungsträger nicht funktionieren. Ich werde die Menschen überzeugen, dass – trotz Frust und Verletzungen der Vergangenheit – ein so wichtiges Projekt nur gemeinsam realisiert werden kann.

WOCHENBLATT:In die neuen Baugebiete in Apensen ziehen in erster Linie junge Familien. Wird die Samtgemeinde den Bedürfnissen dieser Zielgruppe Ihrer Auffassung nach gerecht?

André Bunkowsky: Im Moment oftmals nicht. Bei meinen vielen Bürgerbesuchen erreichten mich häufig Beschwerden und Klagen z.B. wg. mangelnder KiGa-Plätze und konkreter Ignoranz im Auftreten der Verwaltungsspitze - leider auch Hilflosigkeit und Resignation. Es reicht nicht, nur Bauland auszuweisen und dann die Familien und Infrastrukturmaßnahmen zu vernachlässigen. Mir fehlen hier zielgerichtete Ideen und eine transparent vermittelte Gesamtplanung.

WOCHENBLATT: Wo sehen Sie für die Verwaltung den größten Handlungsbedarf?

André Bunkowsky: Eine moderne Verwaltung steht im fairen Dialog mit den Einwohnern. Sie stellt ihr Handeln frühzeitig, transparent und umfassend dar, bindet die Bürger in die Planungen ein. Verwaltung ist kein Selbstzweck, sie ist für die Menschen da. Nur wenn wieder miteinander geredet anstatt gegeneinander agiert wird, kann sich die Samtgemeinde gesund weiterentwickeln. Die Beschäftigten haben da bestimmt auch selbst gute Ideen, die wir im Team voranbringen werden.