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Flüchtlinge in Beckdorf: Eine erfreuliche Entwicklung beim Streit um den Containerstandort

Aus dem Beckdorfer Rat gibt es erfreuliche Nachrichten zum Thema Asylbewerberunterbringung: Nicht zuletzt aufgrund des Artikels im WOCHENBLATT sind bei Bürgermeister Stresow diverse Hilfsangebote eingegangen. Unter anderem gab es mehrere Vorschläge für alternative Standorte für die Container, die ursprünglich auf der Fläche direkt neben der Kinderkrippe aufgebaut werden sollten. Gegen diese Möglichkeit hatten die Eltern in einer Bürgersprechstunde vor zwei Wochen vehement protestiert (das WOCHENBLATT berichtete).
Unter den Flächen, die jetzt zur Diskussion standen, entschieden sich die Ratspolitker einstimmig dafür, der Samtgemeinde ein Grundstück im Gewerbegebiet westlich neben dem Feuerwehrgerätehaus vorzuschlagen. Denn die Standortfrage gehört in den Zuständigkeitsbereich der Samtgemeinde Apensen, die Gemeinde Beckdorf reicht Vorschläge ein. Die Fläche im Gewerbegebiet muss noch geprüft werden, ist dann aber laut Bürgermeister Siegfried Stresow groß genug, auch mehrere Asylbewerber aufzunehmen. "Denn darauf müssen wir uns einstellen", sagt Stresow. "Es werden noch mehr Flüchtlinge kommen." Zurzeit sollen sechs Syrer, zwei Pakistani und ein Eritreer in Beckdorf untergebracht werden, also neun von elf angekündigten Flüchtlingen. Weitere Standortalternativen, die jetzt erst einmal hinten an stehen, sind u.a. Flächen in Beckdorf am Bolzplatz und an der Kinderkrippe, ein Haus am Wiegersweg, Flächen an der stillgelegten Bahntrasse, die der Gemeinde Sauensiek gehört, sowie die Fläche in Nindorf am Dorfgemeinschaftshaus.
Außerdem sind seit der Bürgersprechstunde mehrere Hilfsangebote von Beckdorfern eingegangen. "Unter anderem haben sich Bürger gemeldet, die Deutschunterricht anbieten", freut sich Siegfried Stresow. "Wir planen eine Willkommenskultur, bei der sich das ganze Dorf einbringen kann."
Dass der Wind in Beckdorf jetzt auch aus einer anderen Richtung weht, war auch in der Einwohnerfragestunde zu spüren, in der sich Bürger für die freundliche Aufnahme von Asylbewerbern aussprachen. Andere Teilnehmer machten deutlich, dass sie nicht gegen die Aufnahme von Flüchtlingen gewesen seinen, aber Politik und Verwaltung vorwerfen, die Bürger nicht rechtzeitig und frühzeitig informiert zu haben.