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"Herr Sommer ist nicht gemeint": Gemeinderat befasst sich mit Kritik an Apensens Gemeindedirektorin

Sabine Benden fühlt sich zu Unrecht kritisiert Foto: privat
jd. Apensen. Die erneut ins Rutschen geratene Böschung an der Apenser Ortsumgehung, der sogenannten Ortskernentlastungsstraße (OKES), bereitet Gemeindedirektorin Sabine Benden derzeit erhebliches Kopfzerbrechen. Eine dauerhafte Lösung für das seit Jahren immer wieder auftretende Problem ist bisher nicht gefunden. Wie berichtet, gibt es mehrere Optionen, über die gestern Abend auch der Gemeinderat diskutiert hat. Als wenn dieser Dauer-Ärger nicht reichen würde: Benden steht im Kreuzfeuer selbsternannter Kritiker, die das Thema OKES-Damm offenbar nur allzu gern aufgreifen, um die Rathaus-Vizechefin, die zugleich Bauamtsleiterin ist, unter Beschuss zu nehmen.

Im WOCHENBLATT-Artikel zur OKES-Problematik vom vergangenen Samstag hatte Benden die in ihren Augen ungerechtfertigte Kritik als "völligen Blödsinn" zurückgewiesen. Es ging um die Behauptung, der OKES-Fahrdamm musste aufgrund unzureichender Planungen nachträglich erhöht werden und sei deshalb jetzt zu steil. In dem Text war von "einem ihrer Amtsvorgänger" die Rede, der derartige "Märchen" verbreite.

Diese Aussage führte nun offenbar zu einigen Verwirrungen in Apensen: Wer war damit gemeint? Etwa Samtgemeinde-Bürgermeister Peter Sommer, der bis November 2016 auch den Posten des Apenser Gemeindedirektors innehatte?

"Um es ganz klar zu sagen: Auf Herrn Sommer bezieht sich meine Aussage nicht", erklärt Benden. Auch ihr unmittelbarer Vorgänger im Bauamt, Reiner Kuball, sollte sich den Schuh nicht anziehen, tat es aber indirekt doch, indem er in einem Schreiben ans WOCHENBLATT erklärte: "Ich bin nicht der von der Frau Benden angefeindete Amtsvorgänger."

Kuball nutzt seine Erklärung, um ebenfalls mit Benden hart ins Gericht zu gehen: "Bei den öffentlichen Äußerungen der Apenser Verwaltungsspitze scheint wohl selten klar, ob die wirklich ernst gemeint sind oder eher Realsatiren darstellen", schreibt Kuball: Alle Vorgänger von Frau Benden "waren Beamte, die bei geringerem Salär deutlich weniger in- und externe Kritik verursachten. Sie alle standen nicht für teure Fehlplanungen und mehr oder weniger permanente Ausgabensteigerungen zu Lasten des Steuerzahlers."

Die Gescholtene reagiert auf solche Vorhaltungen äußert ungehalten: "Hier wird dummes Zeug verzapft." Und hinsichtlich des erwähnten Amtsvorgängers wird sie deutlich. Um weiteren Missverständnissen vorzubeugen, müsse Ross und Reiter genannt werden: "Ich meine Frank Wallin, der in den 1980er Jahren als stellvertretender Gemeindedirektor in Apensen tätig war. Herr Wallin überzieht Apensen und die dortigen Akteure in Verwaltung und Politik immer wieder mit Beleidigungen und ungerechtfertigten Behauptungen. Seine Äußerungen weise ich aufs Schärfste zurück."

Am Dienstag war die "Causa Wallin" auch Thema im Apenser Rat.