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Mehr Wohnen und Gewerbe: Apenser Rat befasst sich mit Änderungen des B-Plans "Neukloster Straße / Am Butterberge"

Rechts der Neukloster Straße am Butterberge entstehen bereits Mehrfamilienhäuser, links sollen ähnliche Gebäude errichtet werden (Foto: jd)
jd. Apensen. So viel Fläche umfasst kein anderer Bebauungsplan in Apensen: Der B-Plan "Neukloster Straße / Am Butterberge" erstreckt sich über den gesamten nordöstlichen Bereich des Ortes - in einem weiten Bogen vom Neubaugebiet am Ortsausgang Richtung Buxtehude über das komplette Gewerbegebiet entlang der Gleise bis zur Ortskernentlastungsstraße. Mehrmals ist der B-Plan geändert und dem neuen Bedarf angepasst worden. Jetzt sollen gleich zwei weitere Modifizierungen auf den Weg gebracht werden: Auf seiner Sitzung am morgigen Donnerstag steht die siebte und achte Änderung des B-Plans auf der Tagesordnung des Rates. Bereits am Montag hat sich der Planungsausschuss mit dem Thema befasst.

Bei den zwei Änderungen geht es jeweils um Wohnen und Gewerbe: Einmal soll in dem bisher landwirtschaftlich genutzten Bereich zwischen Heidort, Neukloster Straße und Gräfenweg ein Wohngebiet entstehen. Für die Häuser ist überwiegend eingeschossige Bauweise vorgesehen. An der Neukloster Straße sollen aber - wie gegenüber beim Butterberge - Mehrfamilienhäuser mit zwei Vollgeschossen errichtet werden. "Es besteht in Apensen ein großer Bedarf an kleineren Wohnungen für junge Menschen und auch Senioren.", sagt Rathauschef Peter Sommer. In der Vergangenheit sei diese Thematik ein wenig "verpennt" worden.

Damit die B-Plan-Änderung rechtskräftig wird, muss der Rat formell einen sogenannten Satzungbeschluss fassen. Das dürfte hinsichtlich des Wohngebietes kein Problem sein, denn nennenswerte Einwendungen von Anwohnern und Behörden gab es nicht, bis auf eine Ausnahme: Ein Nachbar des Sportplatzes nutzte das neue Planverfahren, um wieder einmal Stimmung gegen die Fußballer zu machen.

Die zweite Änderung des B-Plans bezieht sich auf neue Gewerbeflächen: Sie sollen nördlich des Bahnhofes und des Geländes der Stader Saatzucht geschaffen werden und sich bis Eisbär-Eis erstrecken. Zusätzlich ist der Bau eines Park-and-Ride-Platzes in Bahnhofsnähe nördlich der EVB-Strecke vorgesehen. Wegen der geplanten P+R-Fläche kommt es hier zu einer Verzögerung: Der Rat kann noch keinen Satzungsbeschluss fassen, da die Landesbehörde für Verkehr die geplante Zufahrt von der Stader Straße (L 130) nicht genehmigen will. Die Einmündung würde sich außerhalb der Ortsdurchfahrt befinden, sodass eine solche Planung nicht zulässig wäre, so die Behörde.

"Es muss doch möglich sein, den kleinen Stein, der die die Ortsdurchfahrt markiert, ein paar Meter nach Norden verschieben", meint Rathauschef Peter Sommer. Die Alternative wäre, die Zufahrt zum P+R-Platz an die Hauptzuwegung zum Gewerbegebiet anzubinden. Dann müsste parallel zur Landesstraße ein Weg gebaut werden, so Sommer: "Wie sollen wir diese Verschwendung von Steuergeldern den Bürgern erklären?"