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Sommer wirft Brocken hin: Apensens Rathauschef will nicht mehr Gemeindedirektor sein

Peter Sommer will nicht mehr Gemeindedirektor sein
jd. Apensen. Der nächste Paukenschlag in der Apenser Politik: Rathauschef Peter Sommer wird nun doch nicht sein Amt als Gemeindedirektor antreten. "Ich stehe für diesen Posten nicht mehr zur Verfügung", erklärte der Samtgemeinde-Bürgermeister gegenüber dem WOCHENBLATT. Mit dieser Entscheidung zieht Sommer für sich persönlich den Schlussstrich unter einen mehrwöchigen Streit, der die politische Arbeit in der Gemeinde lähmte. Wie berichtet, hatte die Mehrheit von CDU und FWG Sommers Stellvertreterin im Rathaus, die Bauamtsleiterin Sabine Benden, zur Gemeindedirektorin gewählt. Doch diese Wahl war laut Kommunalverfassung ungültig: Da Sommer ebenfalls kandidierte, besaß er als Hauptverwaltungsbeamter der Kommune das Zugriffsrecht auf den Posten des Gemeindedirektors. De facto bekleidete der Rathauschef daher das Amt.

"Ich hätte gern das Amt des Gemeindedirektors ausgeübt - zum Wohle Apensens", sagt Sommer: "Doch ich will der Politik nicht im Wege stehen und Schaden vom Ort abwenden." Er bedauere die verfahrene Situation und habe daher den Entschluss gefasst, die unselige Personaldiskussion zu beenden, so der Rathauschef: "Über Apensen gibt es schon genug Negativ-Schlagzeilen." Sommer geht davon aus, dass mit seinem Schritt die alten Verhältnisse wiederhergestellt werden: Sabine Benden wäre dann Gemeindedirektorin und Kirsten Zegenhagen deren Stellvertreterin. Für die Wahl muss allerdings erneut der Gemeinderat zusammenkommen: Die Abstimmung auf der konstituierenden Sitzung war ungültig und damit hinfällig.

Mit Benden bekommt der neue Apenser Bürgermeister Frank Buchholz nun wohl doch seine Wunschkandidatin. Der FWG-Politiker hatte mehrfach erklärt, nicht mit Sommer zusammenarbeiten zu wollen. Seine Fraktion will die Ratsarbeit nun wieder auf eine sachliche Basis stellen: "Die FWG wird sich nicht am öffentlichen Gezeter beteiligen", so Fraktionschef Oliver Bülte. Er wünscht sich eine "vernünftige Zusammenarbeit" aller Gruppen: "Es darf nicht immer gleich öffentlich 'Skandal' geschrien werden, wenn bloß die Meinungen auseinandergehen."