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Verkehrssituation in Apensen: Eine Ringstraße als weitere Idee

Eine interessante Idee: eine Ringstraße nimmt den Verkehr auf (Foto: jd)
jd. Apensen. Die problematische Verkehrssituation in der Apenser Ortsmitte scheint etliche Leser zu WOCHENBLATT-beschäftigen: In der Redaktion ist jetzt ein weiterer Vorschlag eingegangen, wie der innerörtliche Verkehrsfluss verbessert werden kann. Carsten Kohlmeier-Beckmann hat die Idee von Timm Kopke aufgegriffen, die Straße "Beim Untervogt" mit in das Verkehrskonzept einzubeziehen, und diesen Plan etwas modifiziert.

Kopkes Anregung sei "nicht konsequent zu Ende gedacht", schreibt Kohlmeier-Beckmann. Er schlägt eine ringförmige Einbahnstraßen-Lösung vor (siehe Skizze).
Ein solch überdimensionaler Kreisverkehr ist allerdings schon einmal vor mehr als zehn Jahren angedacht worden. "Diese Überlegungen gab es bereits", sagt Samtgemeinde-Bürgermeister Peter Sommer. Damals habe die Kommune der Kirchengemeinde vorgeschlagen, mit ihrem Gemeindehaus in das alte Rathaus neben der Kirche zu wechseln, um so Platz für die veränderte Verkehrsführung zu schaffen. Das Gemeindehaus wäre dann wahrscheinlich abgerissen worden.

Das Areal inmitten der kleinen Ringstraße hätte dann neu überplant werden müssen, so Sommer. Doch die jetzigen Gegebenheiten würden eine derartige Lösung nach seiner Ansicht nicht mehr zulassen. Allerdings sehe er sich auch nicht in der Pflicht, hier Überlegungen anzustellen: "Für die großen Straßen ist das Land zuständig. Das Thema könnte allenfalls noch auf Ebene der Gemeinde angesiedelt werden. Aus diesem Grunde sei auch ein Antrag der Grünen, dass sich der Planungsausschuss der Samtgemeinde mit der Problematik befasst, wieder von der Tagesordnung genommen worden, so Sommer.


Grünen-Politiker ärgert sich über Kritik

Die Anregung der Grünen in Apensen, sich angesichts der hohen Verkehrsbelastung im Ortskern mit dem Bau einer "Ostumgehung" zu befassen (das WOCHENBLATT berichtete), stieß erwartungsgemäß auf Kritik. So schrieb ein Leser: "Ausgerechnet die Grünen wollen die Natur zubetonieren."

Diese Aussage bringt den Grünen-Politiker Karsten Montag aus Sauensiek offenbar in Rage: Er möchte solche Sätze "nicht mehr hören oder lesen", weil die Grünen so allein auf den Natur- und Umweltschutz reduziert würden, erklärte Montag gegenüber dem WOCHENBLATT. Im übrigen gehe es noch gar nicht um dem Bau einer Umgehungsstraße, sondern zunächst um die Vergabe einer Machbarkeitsstudie.

Sollte die Studie zum Ergebnis kommen, dass die Baumaßnahme etwa aus Gründen des Naturschutzes oder wegen zu hoher Kosten nciht sinnvoll sei, werde auch das akzeptiert, so Montag.