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Weiter Diskussion um das Zukunftskonzept: Apenser Gemeinderat befasst sich mit Antrag der SPD-Fraktion

jd. Apensen. Erhält die Gemeinde Apensen ein eigenes Zukunftskonzept? Diese Frage wird sicher diskutiert werden, wenn der Rat am morgigen Donnerstag, 24. August, um 19 Uhr zur Sitzung im Junkernhof zusammenkommt. Dann wird ein entsprechender Antrag der SPD (das WOCHENBLATT berichtete) behandelt. Im Vorfeld führte das Thema bereits zu Unstimmigkeiten: Die FWG reklamierte für sich, die Idee eines Entwicklungskonzeptes bereits im Frühjahr vorgebracht zu haben. Und die Verwaltung verweist auf ein bereits bestehendes Konzept, das die ganze Samtgemeinde umfasst.

"Wir können doch nicht für die Zukunft planen und dabei Beckdorf und Sauensiek außen vor lassen", sagt Gemeindedirektorin Sabine Benden. Sie pocht erneut auf die Zuständigkeit der Samtgemeinde: "Die von der SPD angerissenen Bereiche wie Ärzteversorgung und Nahverkehr können nicht isoliert aus Apenser Sicht betrachtet werden." Die Forderung seitens der SPD, dass die Verwaltung ein bestehendes Konzept überarbeitet und auf den aktuellen Stand bringt, hält Benden für unrealistisch: "Das können wir hier im Rathaus nicht leisten. Selbst größere Kommunen, die eigene Städteplaner beschäftigen, greifen auf Fachbüros zurück."

Wenn es nach dem Willen der SPD, soll die Verwaltung zumindest die Quindtessenz aus dem bestehenden Konzept herausarbeiten und den Politikern vorlegen: "Wir können nicht im Vorfeld 460 Seiten durcharbeiten", sagt die SPD-Fraktionschefin Dr. Karin Siedler-Thul. Benden winkt auch hier ab: "Die SPD hat offensichtlich nicht genau hingeschaut, welche Mails sie von uns bekommen hat. Wir haben auch eine 40-seitige Kurzfassung des Konzeptes verschickt."

Siedler-Thul wiederum will sich einen weiteren Vorwurf seitens der Freien Wähler nicht gefallen lassen: "Die Kritik der FWG, die SPD will die Bürger nicht beteiligen, ist fehl am Platz." Wenn aber gleich am Anfang gefragt werde, was sich die Bürger für Apensen wünschen, werde eine falsche Erwartungshaltung erzeugt. "Natürlich hätten die Bürger gern einen Baumarkt oder ähnliches", meint die SPD-Politikerin: "Und die Enttäuschung ist dann groß, wenn die Politik erklärt, so etwas sei illusorisch."