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Winterdienst in Apensen wird zum Bürokratiemonster

In der Samtgemeinde Apensen sollen die Bürger die Straßen bis zur Mitte von Schnee und Eis befreien (Foto: Jörg Dammann)
Können Bürger eine Straße komplett von 7 bis 20 Uhr schnee- und eisfrei halten? Das fordert die überarbeitete Satzung zum Thema Straßenreinigung, wie sie von der Apenser Samtgemeindeverwaltung vorgeschlagen wird. Der Winterdienst in der Samtgemeinde Apensen bleibt weiterhin ein kontrovers diskutiertes Thema. Der Planungsausschuss der Samtgemeinde hat sich auf Antrag der CDU und Freien Wähler darauf geeinigt, keine Empfehlung für den Rat abzugeben, um noch in den Fraktionen weiter beraten zu können. Ausschussmitglied Uwe Hegerfeld (CDU) hält die neue Satzung für ein Bürokratiemonster, Frank Buchholz (Freie Wähler) hält die Forderung nach einer komplett geräumten Fahrbahn für nicht durchführbar. Samtgemeindebürgermeister Peter Sommer will jedoch eine grundsätzliche Handhabe, um die Schneeräumung sicher zu stellen. Die Samtgemeinde habe im Winter 2011 ein Riesenproblem gehabt, weil ein Krankenwagen auf der glatten Straße nicht zu seinem Einsatzort gelangen konnte.
Nachdem sich aber die Bürger im Rahmen einer Befragung mehrheitlich gegen einen gebührenpflichtigen Winterdienst entschieden haben (das WOCHENBLATT berichtete), sind die anliegenden Grundstückeigentümer laut Samtgemeindebürgermeister jetzt selbst für die Straßenreinigung zuständig. Daher soll aus der neuen Satzung hervorgehen, dass die Straße bis zur Mitte und auch die Geh- und Radwege, Gosse, Grün- und Seitenstreifen sowie Parkspuren geräumt werden müssen. Davon ausgenommen sind Land- und Kreisstraßen. Darüber hinaus umfasst die neue Verordnung genaue Anweisungen zur Straßenreinigung auch im Sommer.