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„Nichts dem Zufall überlassen“

Vom VfL zum SV: Eike Wertz (Foto: VfL)

Rechtshänder Eike Wertz wechselt vom VfL Fredenbeck zum SV Beckdorf / Schon beim Spitzenspiel dabei

ig. Beckdorf. Eike Wertz hat den Handball-Drittligisten VfL Fredenbeck verlassen, heuert beim Oberligisten SV Beckdorf an. Der VfL löste den Vertrag mit ihm. Beim Auswärtssieg vor 600 Zuschauern beim TV Bissendorf-Hoilte (26:25) erhielt Wertz schon Spielanteile.
„Es passte von beiden Seiten nicht“, kommentierte VfL- Geschäftsführer Ulli Koch die Entscheidung. „Er fühlte sich nicht recht wohl. Ich wünsche ihm alles Gute.“ Beckdorf wolle nichts dem Zufall überlassen, sagt SV-Pressesprecher Jörg Neumann. „Nachdem Beckdorf in der Hinrunde diverse schwere Verletzungen zu schlucken hatte, konnte der SV mit Kristof Krohn einen ausgezeichneten Teamplayer für den Rückraum gewinnen." Krohn werde aber die Beckdorfer nicht bis zum Ende der laufenden Saison unterstützen können. Studienbedingte Verpflichtungen im Ausland führen dazu, dass er spätestens Mitte April aus dem Kader ausscheidet. „Ich gehe schweren Herzens. Hier haben es mir alle besonders leicht gemacht. Da geht man mit einer Träne im Auge“, beschreibt der Hamburger Student seine Gefühlslage.
Diese Lücke soll Wertz jetzt schließen. „Ein Spieler, der eigentlich erst zur neuen Saison hätte auf den Delm wechseln sollen“, sagt Neumann. „Dass Eike jetzt bereits frei ist, ist ein absoluter Glücksfall für uns“, freut sich Coach Daniel Untermann. Der Neuzugang erhofft sich in Beckdorf wieder mehr Spielanteile als beim VfL Fredenbeck, in dessen Kader er aufgrund des überragenden Laufes in der Dritten Liga kaum zum Zug kam. „Ich werde alles dafür geben, um der Mannschaft weiterzuhelfen. Natürlich wird es schwer, sich in ein eingespieltes und erfolgreiches Team reinzuspielen“, so Wertz.
Eike passe laut Neumann nicht nur sportlich, sondern auch menschlich sehr gut in das SV-Team. "Beim ersten Training fügte er sich perfekt in die Mannschaft", sagt der Pressesprecher.
Der 1,94 Meter große Rückraumakteur hat seine Wurzeln bei der HT Norderstedt. Dort gingen auch Ole Werner, Henning Scholz und Kristof Krohn auf Torejagd. Neumann: „Ein gutes Omen also, um beim SV Beckdorf nun durchzustarten.“ Der Pressesprecher betont, dass mit der Verpflichtung das gute Verhältnis zwischen den beiden Clubs nicht leiden solle. Die gute Zusammenarbeit habe in den letzten Jahren allen geholfen und schöne Derbys beschert.
Beckdorf bleibt nach dem Sieg gegen Bissendorf weiterhin verlustpunktfrei, hat den Aufstieg in die Dritte Liga fest im Visier. Zum „Spieler des Tages“ avancierte Keeper Dennis Zjezdzalka, der 15 Würfe entschärfte.