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Eisbär-Chef Helmut Klehn verabschiedet sich in den Ruhestand

Bleibt auch im Ruhestand aktiv: Helmut Klehn
Die Freude steht ihm ins Gesicht geschrieben: Nach 45 Jahren im Unternehmen geht Helmut Klehn (65), Geschäftsführer von Eisbär Eis in Apensen, zum Jahresende in Rente. Das Geschäft weiß er bei seinem Partner Martin Ruehs und seiner Tochter und Nachfolgerin Isabel Schuldt in besten Händen.
"Es ist Tradition bei uns, dass wir in diesem Alter aufhören", so Helmut Klehn. Auch die Unternehmensgründer, sein Vater Wilhelm Klehn und sein Onkel Helmut Klehn, hätten das so gehandhabt. "Der Zeitpunkt ist ideal: Ich habe lange gearbeitet und bin noch fit genug, um das Leben zu genießen", sagt Klehn. Er freue sich darauf, Zeit für Reisen mit Ehefrau Margrit, zum Golfspielen und für die drei Enkelkinder zu haben. "Gerade weil ich beruflich stark eingebunden war, als meine Töchter Isabel und Susanne klein waren, genieße ich die Zeit mit den Enkeln", sagt Klehn. Auch seine Ehrenämter im Heimatverein Neukloster und als Präsident der Sängerschützen füllen ihn aus.
Ganz von der Eisbär-Bildfäche wird Helmut Klehn nicht verschwinden: Seiner Leidenschaft "Entwicklung neuer Produkte" will er weiter nachgehen. "Ich plane, als Rentner den durchschnittlichen Eisverzehr pro Kopf in Deutschland von acht auf zehn Liter zu erhöhen", scherzt er. "Mir muss nur etwas einfallen, um die Deutschen zu bewegen, schon zum Frühstück Eis zu essen." Er geht mit gutem Beispiel voran und ist ein engagierter Abnehmer seines Produkts: Schon als Kind habe sich Helmut Klehn unter der Produktionsmaschine versteckt und Eis genascht. Seine Unternehmenskarriere startete er bereits im Alter von acht Jahren: "Ich habe meine Eltern, die einen Eis-Stand auf dem Pfingstmarkt in Neukloster hatten, mit Nachschub versorgt."
Nach der Ausbildung zum Konditor wurde Helmut Klehn bei Eisbär Produktionshelfer und später Produktionsleiter. Als 1980 die Entscheidung fiel, von Neukloster nach Apensen umzusiedeln und zusätzlich zu Gastronomie und Schwimmbäder den Lebensmittelhandel zu beliefern, stand bereits fest, dass Helmut Klehn im Jahr 1987 in die Fußstapfen seines Vaters treten würde. "Nach dem Umzug nach Apensen ging es dann steil bergauf", berichtet Klehn. Ein Meilenstein in seiner Karriere sei die Eröffnung des zweiten Eisbär-Standortes in Ribnitz-Damgarten gewesen. "Damit haben wir unsere Geschäftsbeziehungen in den Osten ausgeweitet." Auch im Werk Ribnitz-Damgarten steht im Laufe des kommenden Jahres ein Generationswechsel an. Gemeinsam mit Helmut Klehn wird sich der dortige Geschäftsführer Horst-Dieter Schröder in den Ruhestand verabschieden. Neben Martin Ruehs wird dann auch dort mit Isabel Schuldt und Manuela Fürtig die nächste Generation in die Geschäftsleitung aufrücken.