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Drogennetzwerk gesprengt

In Buchholz florierte der Drogenhandel. Dem setzte die Polizei jetzt ein Ende (Szene gestellt) (Foto: Polizei-Beratung.de)
thl. Buchholz. Durch intensive Fahndungsmaßnahmen ist es der Polizei gelungen, ein Drogennetzwerk in Buchholz zu sprengen. Im Rahmen der Ermittlungen wurden 40 Häuser und Wohnungen durchsucht. Dabei wurden 41 Erwachsene, 43 Heranwachsende, 71 Jugendliche und ein Kind als Tatverdächtige ermittelt. Insgesamt leiteten die Beamten 126 Verfahren wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln und 168 Verfahren wegen Drogenbesitzes ein. Hinzu kommen fünf Verfahren wegen anderer Straftaten.
Bereits Anfang 2014 hatte die Polizeiinspektion Harburg eine Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung des Drogenhandels unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Buchholz eingerichtet. Nachdem sich die Ermittler ein erstes Bild von der Struktur von Konsumenten und "Dealern" gemacht hatten, wurden im Mai sechs Wohnungen zeitgleich durchsucht (das WOCHENBLATT berichtete). "Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial gesichert, das Hinweise auf weitere Beschuldigte gab", sagt Polizeisprecher Jan Krüger. "Für den Bereich der Ermittlungen im Drogenmilieu üblich, ergab sich mit jeder Durchsuchung bei einem mutmaßlichen Dealer eine neue Liste mit 'Kunden', gegen die jeweils gesonderte Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden.
Für die Polizei sind die Ermittlungen damit erst einmal abgeschlossen, die Staatsanwaltschaft muss jetzt entscheiden, ob gegen die Beschuldigten Anklage erhoben wird.
"Trotzdem wird der illegale Handel und der Konsum von Betäubungsmitteln wird ein fortwährendes Problemfeld bleiben", so Krüger weiter. "Dennoch sind wir einigermaßen zuversichtlich, dass die Ermittlungen und die Berichterstattung darüber dafür sorgen, dass sowohl potenziell gefährdete Jugendliche als auch vor allem Eltern für dieses Problem sensibilisiert werden und ein wachsames Auge auf ihren Nachwuchs haben."