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Einbrecher-Quartett geht der Polizei ins Netz

Der von Polizeistreifenwagen eingekesselte Mazda der Einbrecher (Foto: Polizei)
bim/nw. Dibbersen/Sittensen. Nach einer Verfolgungsfahrt über die Autobahn in Richtung Hamburg und einer guten Strategie ist es einem Großaufgebot von Streifenbesatzungen aus den Landkreisen Rotenburg und Harburg am Samstagnachmittag gelungen, eine vierköpfige Bande von Tageswohnungseinbrechern festzunehmen.
Die Täter, drei Männer und eine Frau südamerikanischer Herkunft, waren gegen 14.30 Uhr bei einem Einbruch in Scheeßel (Kreis Rotenburg) auf frischer Tat ertappt worden. Der geschädigte Hauseigentümer hatte sich in der Nachbarschaft aufgehalten und verdächtige Geräusche von seinem Grundstück gehört. Als er dort nach dem Rechten sah, fiel ihm sofort die aufgehebelte Nebeneingangstür auf. Im Haus kamen ihm die vier Einbrecher im Alter von 19 bis 45 Jahren aus dem Obergeschoss entgegengestürmt. Sie flüchteten mit einem roten Mazda 323 mit Hamburger Kennzeichen in Richtung Sittensen.
Eine Sofortfahndung aller angrenzenden Polizeidienststellen führte dazu, dass der Mazda im Sittensener Ortskern gesichtet wurde. Eine Streifenbesatzung der Autobahnpolizei nahm die Verfolgung auf. Das Ziel der Täter war eindeutig - über die A1 in Richtung Hamburg. Auf Anhaltesignale reagierte der Fahrer der flüchtigen Bande nicht. Um unbeteiligte Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, mussten die Beamten bei dem hohen Verkehrsaufkommen zu Ferienbeginn eine besondere Strategie anwenden: Mehrere Streifenwagen schlossen den flüchtigen Mazda in einer Raute ein und eskortierten den Wagen über mehrere Kilometer. Immer wieder versuchte der Fahrer auszubrechen. Dabei touchierte er sogar zwei Streifenwagen. Die Insassen hatten noch während der Flucht Gegenstände, vermutlich Diebesgut und Tatwerkzeuge, aus dem Wagen geworfen.
Bis zur Anschlussstelle Dibbersen gelang es der Polizei, die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zu reduzieren. Dann stoppte die Raute. Das Einbrecher-Quartett wurde festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft.
Den beiden Chilenen, der Kubanerin und dem Kubaner dürften nach ersten Ermittlungen mehrere Taten zuzurechnen sein. Die offensichtlich professionellen Täter waren aus dem Hamburger Raum in die Landkreise Rotenburg und Harburg gekommen, um gezielt Einbruchstaten zu begehen. Mit der Festnahme am Wochenende ist es der Autobahnpolizei Sittensen zum zweiten Mal in kurzer Zeit gelungen, flüchtige Täter südamerikanischer Herkunft kurz nach einer Tat auf
der A1 festzunehmen.