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Polizei-Coup: Einbrecherbande gefasst / Drei Montenegriner in Haft / Mindestens 106 Taten / Schaden: rd. 500.000 Euro

Flachbildschirme, Tennisschläger, Musikboxen: Vor den Einbrechern war nichts sicher
os. Buchholz. Der Polizei ist ein empfindlicher Schlag gegen Einbrecher gelungen: Ein Mobiles Einsatzkommando nahm am Freitag, 22. Februar, in Hamburg drei Männer (28, 28, 29) aus Montenegro fest, denen mindestens 106 Wohnungseinbrüche in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein vorgeworfen werden. Allein rd. 80 Taten fanden im Landkreis Harburg statt, auch in Beckdorf und Sauensiek (Landkreis Stade) schlugen die Männer zu. Das Amtsgericht Stade erließ gegen die Männer Haftbefehl. Ein vierter Tatverdächtiger wurde bereits im November festgenommen und sitzt seitdem in einem Hamburger Gefängnis. Ob es weitere Komplizen gab, steht derzeit noch nicht fest.
Die Polizei schätzt den Wert der gestohlenen Waren auf ca. 450.000 Euro. Der Sachschaden an den Häusern und Wohnungen beträgt rd. 50.000 Euro. Wie berichtet, gab es im vergangenen Jahr im Landkreis Harburg insgesamt rund 1.000 Einbrüche.
"Die Festnahme ist ein toller Erfolg, der viele Väter hat", sagte Wilfried Rienke, Leiter Einsatz bei der Polizeiinspektion Harburg, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Buchholz. Sein Dank geht an Bürger, die der Polizei wichtige Hinweise zu Tatfahrzeugen geben konnten. Zudem habe die intensive Streifentätigkeit, langwierige Ermittlungen sowie gelungene Prävention zum Erfolg beigetragen. "Zum Glück konnten wir das Puzzle zusammenfügen", sagte Reinke.
Vor allem auf Bargeld und Schmuck hatten es die Täter abgesehen, erklärt Jörn Brummerloh, Leiter Sachgebiet Wohnhaus bei der Polizeiinspektion. Aber auch Flachbildschirme, Computer, Tennisschläger oder Lederjacken nahmen die Gangster mit. Zweimal war die Polizei den mutmaßlichen Tätern auf der Spur, konnte diese aber nicht mit Taten in Verbindung bringen. Bei einer Kontrolle bei Stillhorn im November flüchteten drei der Männer quer über die A1.
Heinz-Walter Johanßon, Beauftragter Kriminalprävention, ermutigt die Bürger, weiter wachsam zu sein: "Rufen Sie die Polizei unter 110 an, wenn Ihnen Ihr Bauchgefühl sagt, dass etwas nicht stimmt!"