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Polizei im Kampf gegen Raser

An der B3 zwischen Buchholz-Sprötze und Welle hatte die Polizei dieses Lichtschranken-System aufgestellt
(os). Großeinsatz gegen Raser: Die Polizei nahm ab Donnerstagmorgen um 6 Uhr für 24 Stunden Temposünder ins Visier. Die Beamten waren an 21 Stellen im Landkreis Harburg tätig und brachten Laser, Radarwagen und Lichtschranken zum Einsatz. Die Aktion fand im Rahmen des bundesweiten „Blitzmarathons“ statt. Das WOCHENBLATT schaute den Polizisten Yvonne Heikens und Eckhard Felgentreu an der B3 zwischen Sprötze und Welle über die Schulter.
Heikens und Felgentreu kennen die Strecke gut. Dort haben sie schon mehrfach Geschwindigkeiten gemessen, häufig drücken Autofahrer auf der B3 auf die Tube. Nicht so am Donnerstagmorgen. „Der Blitzmarathon zeigt offenbar Wirkung. Heute fahren die meisten sehr gesittet“, sagt Yvonne Heikens. Nur knapp ein Prozent der Autofahrer ist in den ersten drei Stunden zu schnell unterwegs und wird von dem Lichtschranken-Kamera-System erwischt, das in einer Kurve aufgestellt wurde. Sie alle waren zwischen 84 und 88 km/h schnell und müssen nun ein Verwarngeld in Höhe von 20 Euro zahlen.
Der Computer zeigt Temposünder mit einem lauten Piepen an. Yvonne Heikens checkt sofort die Kameraaufnahme. Ist sie verwendbar? Es kommt vor, dass der Blitz zu hell war oder einzelne Buchstaben oder Ziffern auf dem Kennzeichen nicht erkennbar sind. „Dann haben die Autofahrer Glück gehabt“, sagt Eckhard Felgentreu. Am Donnerstag läuft alles glatt.
Das Ergebnis der Messung im Landkreis Harburg: Von 3.104 kontrollierten Autofahrern waren lediglich 75 zu schnell. 65 kommen mit einem Verwarngeld davon, zehn müssen mit einem Ordnungsgeld rechnen, da sie 25 km/h und mehr zu schnell waren.
Im Rahmen des Blitzmarathons waren Polizei und Kommunen allein in Niedersachsen an 459 Messorten im Einsatz. Die meisten lagen an Landes- und Bundesstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften. Grund: Hier passieren laut Polizei 70 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Todesopfern.