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Polizei legt Statistik vor: Mehr Unfälle im Landkreis Harburg / Fahranfänger weiter besonders gefährdet

Wilfried Reinke (li.) und Lothar Reinhard stellten die Unfallstatistik für den Landkreis Harburg vor
os. Buchholz. Die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Harburg ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2011 um 6,6 Prozent auf 6.436 gestiegen. Das geht aus der Unfallstatistik hervor, die Wilfried Reinke und Lothar Reinhard von der Polizeiinspektion Harburg am Donnerstag in Buchholz vorstellten.
Demnach ging vor allem die Zahl der leichteren Unfälle nach oben, während die Unfälle mit Schwerverletzten (149 im Jahr 2012, 147 im Jahr 2011) und der Verkehrstoten (in beiden Jahren 14) stagnierten. Im Land Niedersachsen gingen die Zahlen der Schwerverletzten und Getöteten zurück. "Wir müssen weiter ein Hauptaugenmerk darauf richten, die Unfälle außerhalb geschlossener Ortschaften zu minimieren", sagt Lothar Reinhard. Hauptunfallursache bleiben Verstöße bei der der Geschwindigkeit, beim Abstand und bei Vorfahrtsregelungen.
Die Statistik weist einen Anstieg der Wildunfälle um 187 auf 1.357 aus. Reinke betonte, dass die Polizei die Zahlen anders ermittelt als die Jägerschaft, die zuletzt von Stagnation bei den Wildunfällen berichtet hatte. "In unserer Statistik kommen auch Unfälle mit Hasen oder Hunden vor", sagt Reinke. Reinhard ermahnte die Autofahrer: "Die einfachste Lösung, einen Wildunfall zu vermeiden, ist, vom Gas zu gehen."
Besonders gefährdet bleibt die Gruppe der Fahranfänger. Bei den 18- bis 24-jährigen Fahrern ist die Zahl der Unfälle mit Verletzten und Toten überproportional hoch. Wilfried Reinke legt große Hoffnungen in die Präventionsmaßnahmen der Polizei. Beim neuen Fahrschulprojekt versuche man die Fahranfänger emotional einzufangen (das WOCHENBLATT berichtete). Dabei werden den jungen Erwachsenen die Gefahren im Straßenverkehr verdeutlicht, z.B. durch zu schnelles Fahren oder Telefonieren am Steuer. Die anderen Präventionsmaßnahmen wie das Schutzengelprojekt oder Radfahrprüfungen für Schüler werden weitergeführt.

Und hier lesen Sie, wie es 2012 im Landkreis Stade war.