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Prävention und gute Ermittlungsarbeit wirken: Zahl der Straftaten stagniert

Polizeipräsident Friedrich Niehörster (li.) und Uwe Lehne, Leiter der Polizeiinspektion Harburg, stellten die Kriminalstatistik vor

Polizei stellte in Buchholz die Kriminalstatistik für den Landkreis Harburg vor

os. Buchholz. Die Zahl der Straftaten im Landkreis Harburg verharrt auf Vorjahresniveau. Das teilte die Polizeiinspektion (PI) am Dienstag bei der Vorstellung der Kriminalstatistik in Buchholz mit. Demnach wurden 2013 13.756 Straftaten bearbeitet, nach 13.769 im Jahr zuvor. Die Aufklärungsquote liege bei 56,44 Prozent (2012: 57,11 Prozent). "Insgesamt hat unsere Präventionsarbeit Früchte getragen", betonte PI-Leiter Uwe Lehne. Sein Fazit: "Im Landkreis Harburg lebt es sich sicher."
Die Randlage zu Hamburg bestimme nach wie vor das Kriminalitätsgeschehen, so Lehne. Deutlich wird das vor allem in der Zahl der Wohnungseinbrüche: Diese nahm von 857 im Jahr 2012 auf 1.029 im Jahr 2013 zu - ein Plus von 20,07 Prozent. Besonders stark stieg die Zahl der Tageswohnungseinbrüche - von 338 auf 419 (plus 23,96 Prozent). Die hohe Zahl sei auch auf statistische Effekte zurückzuführen, so Lehne. Einige Einbrüche fanden bereits 2012 statt, wurden aber erst 2013 bearbeitet. Die Aufklärungsquote sei von 31,95 auf 33,89 Prozent gestiegen, so Lehne. Positiv sei die Einrichtung einer länderübergreifenden Ermittlungsgruppe gewesen.
Einen starken Anstieg verzeichnete die Polizei bei der Rauschgiftkriminalität (plus 42,04 Prozent auf 723 Fälle), bei den Sachbeschädigungen an Pkw (plus elf Prozent auf 555 Fälle), bei Ladendiebstählen (plus elf Prozent auf 464 Fälle) und bei schwerem Raub in/aus Kraftfahrzeugen (plus 5,73 Prozent auf 627 Fälle). Dagegen nahmen u.a. die Zahlen der Rohheitsdelikte (von 2.018 auf 1.870 Fälle) und der Fahrraddiebstähle (von 907 auf 741 Fälle) ab.
Derzeit noch relativ gering ist die Zahl der Internet-Straftaten: Im Landkreis Harburg wurden 4.178 Fälle gezählt. "Die Dunkelziffer liegt aber locker zehn Mal höher", erklärte Polizeipräsident Friedrich Niehörster. Man müsse überlegen, künftig Personal umzuschichten, um der Internetkriminalität gewachsen zu sein. "Wir werden uns sicher auch Knowhow von außen zukaufen müssen", sagte Niehörster.
Die Polizei kündigte an, dass in diesem Jahr neben den Wohnungseinbrüchen die Deliktsfelder "Diebstahl in/aus Kraftfahrzeugen" sowie "Diebstahl von Kraftfahrzeugen" aus präventiver und repressiver Sicht die Schwerpunkte sein werden.