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Prozess gegen Brandstifter

Im April dieses Jahres fiel die alte MTV-Halle in Winsen einem Großbrand zum Opfer (Foto: thl)

17-jähriger Flüchtling muss sich ab heute vor Gericht verantworten

thl. Winsen. Vor dem Jugendschöffengericht am Winsener Amtsgericht beginnt am Mittwoch, 10. August, der Prozess gegen den mutmaßlichen Brandstifter der alten MTV-Halle an der Eckermannstraße. Da der angeklagte afghanische Flüchtling noch minderjährig ist, ist die Verhandlung nicht öffentlich.
Dem 17-Jährigen wird vorgeworfen, am 10. April dieses Jahres die als Flüchtlingsunterkunft genutzte ehemalige Turnhalle mittels einer selbstgebauten Fackel in Brand gesetzt zu haben. Er habe zunächst sein Bett angezündet, von dort habe sich das Feuer rasend schnell auf die gesamte Halle ausgebreitet, heißt es. Dabei soll der Flüchtling noch Löschversuche des anwesenden Betreuers und der Polizei verhindert haben. Bei dem Brand entstand ein Schaden von rund 550.000 Euro.
Das Gericht hat zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt. Es sollen mehrere Zeugen und Gutachter gehört werden.