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Über sechs Jahre Haft für Einbrecher

thl. Lüneburg/Buchholz. Ein deutliches Urteil hat jetzt das Landgericht Lüneburg gefällt und einen gebürtigen Algerier (48) aus Buchholz für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis geschickt. Bemerkenswert: Die Staatsanwaltschaft hatte nur 2,5 Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung plädierte für eine Bewährungsstrafe.
Angeklagt war der Mann, der im Frühjahr 2013 mit einem Boot aus seiner Heimat flüchtete, wegen räuberischen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung. Der Algerier war im April dieses Jahres mit zwei Komplizen, die sich noch auf der Flucht befinden, in Lüneburg in zwei Wohnungen eingebrochen. Bei der zweiten Tat wurde das Trio vom Bewohner überrascht. Es kam zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf der 48-Jährige mit einem Schraubenzieher auf seinen Kontrahenten einstach. Zum Glück wurde das Opfer dabei nur leicht verletzt und konnte den Täter bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.
Vor Gericht verwies der 48-Jährige immer wieder auf Erinnerungslücken. Doch das Gericht schenkte ihm keinen Glauben, wie der Richter in der Urteilsbegründung deutlich machte.