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Abschlussführung durchs Filmmuseum im „Makens Huus“ in Bendestorf

Monika Götz (li.) zeigt den interessierten Besuchern eine Modell-Ansicht der Filmstudios in Bendestorf
as. Bendestorf. Wie der Bademantel von Anthony Hopkins nach Bendestorf kam und woher der Begriff „Schnitt“ beim Film kommt, das erklärte Monika Götz jetzt im „Makens Huus“ in Bendestorf. Zum Schluss war es noch einmal richtig voll im Filmmuseum Bendestorf: Etwa 50 Menschen nahmen an der letzten Führung durch das alte Museum teil. Im Anschluss durften sie einen Blick hinter die Kulissen des neuen Filmmuseums auf dem ehemaligen Filmstudio-Areal, das voraussichtlich im Januar eröffnet werden soll, werfen.
Cutterin Monika Götz (76), die selbst für kurze Zeit in den 1950er Jahren in den Bendestorfer Filmstudios gearbeitet hat, führte die Besucher zum letzten Mal durch die Ausstellung. Neben zahlreichen Requisiten und Filmplakaten bietet das kleine Museum einen Blick auf deutsche Filmgeschichte, denn zu den Exponaten gehört auch das damals übliche Equipment, Kameras, Schneidetische und Scheinwerfer. Dabei bewiesen die Filmemacher im Nachkriegsdeutschland nicht selten Einfallsreichtum. „Das Licht wurde früher mit Hilfe von Wasserwiderstand gedimmt“, erklärt Herbert Wolske vom Förderverein des Museums. Je nachdem wie tief die Metallrolle in das Gefäß getaucht wurde, floss der Strom stärker oder schwächer - und das Licht wurde heller oder dunkler.
Jetzt müssen alle diese Schätze verpackt und in das neue Museum auf dem Filmstudio-Gelände gebracht werden. „Dieser Umzug ist eine große Sache“, sagt Bernd Beiersdorf vom Förderverein des Filmmuseums. Nach und nach werden die Exponate archiviert, sorgfältig verpackt und ins neue Museum gebracht. Das neue Filmmuseum bietet viel Platz für die zahlreichen Ausstellungsstücke, von denen längst nicht alle gezeigt werden, denn in den Hallen des Filmstudios schlummern noch Kulissen, Filmrollen, Drehbücher und vieles mehr.
Ein besonderes Highlight ist im Eingangsbereich des Museums geplant: Die Besucher sollen dort zukünftig von einer holografischen Projektion der Schauspielerin Hildegard Knef begrüßt werden. Zu den Kostbarkeiten des Museums gehört das Original-Drehbuch zum Skandal-Film „Die Sünderin“ mit handschriftlichen Anmerkungen von Regisseur Willi Forst. Hildegard Knef feierte mit diesem umstrittenen Streifen ihren Durchbruch.
In den gemütlichen roten Plüschsitzen des „Produzentenkinos“ verfolgten die Museumsbesucher einen Kurzfilm über die Geschichte des Bendestorfer Films. Zukünftig können hier die in Bendestorf entstandenen Filme im stilechtem Ambiente eines Lichtspielhauses erlebt werden.