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Aktionstage gegen Urantransporte

as. Buchholz. Der Atomausstieg ist beschlossen, bis 2022 sollen alle Atomkraftwerke vom Netz sein - dennoch wird mehrmals pro Woche gefährliches Uranerzkonzertrat durch Deutschland transportiert. Diese Atomzüge passieren Wohngebiete, freie Flächen und Gemeinden - auch Buchholz ist betroffen.
Nach Informationen der Friedensgruppe Nordheide werden jährlich zigtausende Tonnen (2014 mehr als 10.000 Tonnen) atomarer Stoffe im Hamburger Hafen umgeschlagen und unter Geheimhaltung auf der Bahnstrecke ab Hamburg Hafen über Maschen zu den Uranaufbereitungsanlagen nach Gronau, Lingen und Pierrelatte (Frankreich) gefahren.
Bereits im Mai, und nach ausbleibender Reaktion noch einmal im Juni, stellte die Friedensgruppe eine Anfrage an den Bürgermeister und alle Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat Buchholz, mit der Bitte um Aufklärung über die Atomtransporte und die dafür getroffenen Sicherheitsvorkehrungen. Bis heute erfolgte seitens des Stadtrats und der Fraktion keine Antwort.
Um auf die verdeckten Urantransporte aufmerksam zu machen, ruft die Friedensgruppe Nordheide jetzt zu Streckenaktionen beim ersten bekannten Urantransport nach dem 12. September auf.
Am Dienstag, 15. September, und am Donnerstag, 17. September, werden von 17-18 Uhr Mahnwachen auf dem Vorplatz des Bahnhofs (Bahnhofsstraße) abgehalten.
Für den "Tag X", den Tag der Ankunft eines mit Uran beladenen Schiffes in Hamburg, werden verschiedene Aktionen entlang der Bahnstrecke geplant.
Sobald bekannt ist, ob Uran entladen wurde, wird der Urantransport-Alarm ausgelöst - per E-Mail und Telefonkette. Für den Alarm kann man sich mit seiner Mobilnummer und/oder Mailadresse an sms@atomtransporte-hamburg-stoppen.de registrieren.
Bei dem transportierten Uranhexafluorid, auch als "Yellow Cake" bekannt, handelt es sich um ein pulverisiertes, angereichertes Uranprodukt. Nach Angaben der Friedensinitiative reagiert es bei Kontakt mit Luft, Luftfeuchtigkeit und Wasser zu toxischem Gas, entwickelt stark ätzende Flusssäure und ist schwach radioaktiv, was bei einer Uran-Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren zur dauerhaften Konterminierung führt.
Weitere Informationen unter www.atomtransporte-hamburg-stoppen.de.