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Angehörige sind sauer: Keine Haushaltsmittel für Friedhofspflege in Buchholz

Die Rasengräber auf dem Sprötzer Friedhof wachsen zu
os. Sprötze. Unter Punkt 5 der Gestaltungsrichtlinien verpflichtet sich die Stadt Buchholz, die Pflege des Rasens auf den städtischen Friedhöfen zu übernehmen. Die Praxis sieht anders aus: Es wird nach Kassenlage entschieden. Weil die Haushaltsmittel von 67.000 Euro nicht für das ganze Jahr reichten, wurden die Rasengräber auf dem Sprötzer Friedhof seit Mitte Oktober nicht mehr gepflegt. Die Grabplatten wuchern zu, die Namen der Toten sind kaum noch zu erkennen. Auf Teilen der Anlage treiben Maulwürfe ihr Unwesen.
"Es hat zu Buche geschlagen, dass der vergangene Winter sehr lang war", sagt Stadtsprecher Heinrich Helms. Deshalb seien die Mittel für die Pflege der Anlage an der Kirchhofstraße schneller als geplant aufgebraucht gewesen. Bei normaler Witterung sollte der Etat reichen, so Helms. Für 2013 sind erneut 67.000 Euro für die Pflege des Sprötzer Friedhofs vorgesehen.
Im Oktober mähten Mitarbeiter des Baubetriebshofes zuletzt die rund 150 Quadratmeter große Fläche für Rasengräber und pusteten die Namensplatten frei. Mit mäßigem Erfolg, wie Grünamtschef Thomas Söller einräumt: "Ich kann mir vorstellen, dass aufgrund der Tatsache, dass einige Namensplatten eingewachsen und vielleicht schon abgesackt sind, das Freipusten nicht mehr ganz seinen Erfolg bringt."
Brigitte Martens-Aukstinis, deren Angehöriger in Sprötze begraben ist, kritisiert die Stadt scharf: Davon ausgehend, dass der Rasen maximal sechs bis sieben Mal pro Jahr gepflegt wird, sei es beschämend für Söller, als Erklärung die fehlenden Haushaltsmittel anzuführen.