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Auf dem Weg zum besten Tierheim

Tierheim-Mitarbeiterin Sandra Bienek und Rolf Schekerka stehen an der Danksäule vor dem Buchholzer Tierheim

Tierschutzverein Buchholz entscheidet selbstständig über Investitionen / "Das war die richtige Entscheidung"

os. Buchholz. Fast zwei Jahre lang verhandelte Rolf Schekerka mit der Stadt Buchholz darum, das Tierheim am Holzweg in Erbpacht zu übernehmen. Jetzt, wenige Wochen nach der Vertragsunterzeichnung, sagt der Vorsitzende des Buchholzer Tierschutzvereins: "Es war genau die richtige Entscheidung! Wir sind jetzt unser eigener Herr."
Bislang musste der Tierschutzverein wegen jeder defekten Heizung und anderer Reparaturen am Tierheim bei der Stadt vorstellig werden. Jetzt entscheiden Schekerka und seine Vorstandskollegen auf kurzem Weg, welche Investitionen für die Einrichtung am Holzweg sinnvoll sind und schnell getätigt werden müssen.
So wie der Hundeplatz, der jüngst eingeweiht wurde (das WOCHENBLATT berichtete). Das Areal mit dem Schwimmteich und der großzügigen Auslauffläche steht Hundebesitzern mittwochs und samstags von 9 bis 18 Uhr gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung. "Der Bedarf an solchen Flächen ist riesig", sagt Rolf Schekerka. Das gelte gerade während der Leinenpflicht zwischen Anfang April und Mitte Juli. Deshalb habe man sich für den Bau entschieden und sei ins Risiko gegangen. "Wir sind vor sieben Jahren angetreten, eines der besten Tierheime in Deutschland zu werden, und wir sind auf einem guten Weg", erklärt Schekerka. Die Stadt und der Landkreis könnten stolz auf das Tierheim und seine Leistungen sein. Das Tierheim unterstütze auch den Wirtschaftsstandort Buchholz. "Wir haben Gäste aus ganz Norddeutschland. Wer einmal hier ist, geht auch in Buchholz einkaufen", sagt Schekerka.
Der selbstständige Geschäftsmann hat den Mitarbeitern verdeutlicht, das Tierheim wie einen Wirtschaftsbetrieb zu führen: "Anders kann man nicht erfolgreich sein." Die Zahlen sprechen für sich: 15 Tonnen Katzenstreu benötigt das Tierheim pro Jahr, 50.000 Futterdosen müssen die fleißigen Mitarbeiter um Tierheim-Leiterin Melanie Neumann öffnen, dazu rund 9.000 Anrufe annehmen und Tausende Besucher empfangen. Rund 350 Tiere werden pro Jahr vermittelt. Bis zu 40.000 Euro Tierarztkosten müssen beglichen werden. Klar ist: Ohne finanzielle Hilfe ist das nicht zu stemmen. Neben Zuschüssen setzt Schekerka dabei auf Menschen, die dem Tierheim Geld vererben. Ab einer Summe von 5.000 Euro werden die Tierfreunde namentlich auf einer Danksäule verewigt.
Für die Zukunft strebt Schekerka eine noch bessere Vermittlung von Hunden an. Olga Grundt von "Rütter's Dogs" schult die Vierbeiner und bereitet sie auf ein neues Zuhause vor. "Bei der Vermittlung muss alles passen, sonst ergibt es weder für das Tier noch für den potenziellen neuen Besitzer Sinn", sagt Schekerka. Zunächst steht aber der Weihnachtsbasar an: Am 29. November haben Tierfreunde die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Tierheims zu werfen.