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Auf den Spuren der Ur-Buchholzer

Die aktuelle Grabungsstätte am Trelder Berg. Wissenschaftler des Im Gewerbegebiet Trelder Berg suchten Mitarbeiter des Archäologischen Museums Hamburg nach den Spuren früher Buchholzer (Foto: oh)

Grabungen im Gewerbegebiet Trelder Berg: Kreisarchäologe Jochen Brandt spricht von "archäologisch bedeutsamem Fund"

os. Buchholz. Nach den neuesten Ausgrabungen im Gewerbegebiet am Trelder Berg in Buchholz steht für Kreisarchäologe Dr. Jochen Brandt fest, dass sich dort vor fast 2.000 Jahren besonders viele Menschen niedergelassen haben. "Wir haben hier die bisher größte Siedlung im Landkreis Harburg, vielleicht sogar in Norddeutschland", erklärt Brandt. Vom Jahr 50 bis ca. 250 n.Chr. haben am Trelder Berg auf vielleicht fünf Hektar Fläche rund 100 Menschen gelebt, schätzt Brandt. Genaue Zahlen gebe es erst nach der wissenschaftlichen Auswertung.
Seit etwa zwölf Jahren graben Archäologen regelmäßig im Gewerbegebiet am Trelder Berg nach den Spuren der frühen Buchholzer. Jüngst standen Grabungen auf einer rund einen Hektar großen Fläche an, wo ein Neubau entsteht.
Bislang wurden auf dem Areal 18 Häuser nachgewiesen. Das ehemalige Siedlungsgebiet lässt sich mittlerweile gut eingrenzen. Es reicht im Osten von der großen Logistikhalle an der Lanzstraße bis an die Bundesstraße 3 heran. Im Norden wird es von der B75, im Süden von Ackerflächen an der Ritscherstraße begrenzt. Im Osten und Westen wurden Kalköfen gefunden worden, die typischerweise an den Rändern von Siedlungen zu finden waren.
Dass sich noch Schätze im Erdreich verbergen, glaubt Jochen Brandt nicht. "Die Siedlung ist um 250 n.Chr. aufgegeben worden." Die Siedler hätten ihren Müll zurückgelassen und seien weitergezogen.
Im Umkreis des Gewerbegebietes gibt es für Brandt und die Archäologen noch einiges zu tun. Brandt: "Wir haben noch keinen Friedhof gefunden." Er sei überzeugt, dass im Umkreis weniger Kilometer 300 bis 400 Urnengräber auf ihre Entdeckung warten.