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"B75 neu": 17.500 Lkw-Ladungen Sand für die neue Umgehungsstraße

Hier führt mal die Fahrbahn entlang: Bauoberleiter Matthias Lampe steht mitten in der Baustelle der "B75 neu"
os. Buchholz. Autofahrer auf der B75 in Buchholz sehen neben der Fahrbahn vor allem riesige Sandberge, Baumaschinen und eine extrem breite Schneise auf ehemaligen Ackerflächen. Die Bauarbeiten für die neue Ortsumgehung "B75 neu" in Buchholz-Dibbersen laufen auf Hochtouren. Liegen die Bauarbeiten für das 17,2-Millionen-Euro-Projekt im Zeitplan? Was ist als nächstes geplant? Wann wird die Straße freigegeben? WOCHENBLATT-Redakteur Oliver Sander machte sich auf der größten Baustelle im Landkreis Harburg mit Bauoberleiter Matthias Lampe und Alexander Bruder, Fachbereichsleiter bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg, ein Bild von der Maßnahme.
"Wir liegen sehr gut im Zeitplan", sagt Bau-Ingenieur Lampe. Seit Beginn der Straßenbaumaßnahmen im Juli wurden bereits Zehntausende Kubikmeter Sand und Boden bewegt. Am Ende werden die Bauarbeiter insgesamt 210.000 Kubikmeter Boden verbauen - rund 17.500 Lkw-Ladungen! 150.000 Kubikmeter aus der Baustelle selbst werden für Lärmschutzwälle und Nebenanlagen wiederverwendet, weitere 60.000 Kubikmeter werden aus Rosengarten herangeschafft. "Wegen der Topografie mit vielen Hügeln und Mulden werden hier schon gewaltige Mengen bewegt", erklärt Matthias Lampe. "Garniert" wird das Ganze am Schluss mit rund 50.000 Quadratmetern Asphalt.
Rund 2,7 Kilometer lang wird die "B75 neu". "Wir haben hier wenig technische Herausforderungen", sagt Lampe. Nur drei Schnittstellen mit anderen Straßen gibt es: Die Brücke über die Autobahn 1 Bremen-Hamburg ist längst gebaut, ebenso die 5,5 Meter hohe Brücke über die kleine Straße "Kirchweg". Derzeit wird an dem wohl imposantesten Bauwerk gearbeitet, dem Riesenkreisel an der K 13 von Dibbersen nach Buchholz mit einem Durchmesser von rund 100 Metern. Von hier erfolgt die Zufahrt auf die B75 neu in Richtung A1/Hamburg und B75/Tostedt. Alexander Bruder rechnet Mitte November mit der Freigabe der K13, die derzeit voll gesperrt ist. In Kürze soll mit den Asphaltierungsarbeiten begonnen werden.
Im kommenden Jahr stehen die Asphaltierungsarbeiten für die Fahrbahn an. Voraussichtlich im zweiten Quartal 2014 steht laut Lampe der kritischste Punkt der Arbeiten auf dem Programm: der Anschluss der "B75 neu" an die alte Bundesstraße. Parallel wird der Anschluss der "B75 neu" an die A1 Richtung Bremen vorangetrieben. Hier wird eine neue Fahrbahn geschaffen, die alte Zufahrt wird zurückgebaut.
Alexander Bruder und Matthias Lampe streben die Freigabe der "B75 neu" für das vierte Quartal 2014 an. Der 30. Oktober steht als Eröffnungsdatum im Raum. Danach werden bis April oder Mail 2015 die Nebenanlagen, z.B. der Pendlerparkplatz an der K13, fertiggestellt, die Lärmwälle begrünt und die alte B75 zurückgebaut.
"Am wichtigsten für uns ist, dass wir eine vernünftige Qualität erhalten. Die Straße soll möglichst für die kommenden 15 Jahre halten", sagt Alexander Bruder.