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Beliebter Kontaktbeamter: Markus Kaulbarsch ist seit 40 Jahren im Polizeidienst

Beliebter "KOB": Kontaktbeamter Markus Kaulbarsch feierte jetzt sein 40-jähriges Dienstjubiläum
os. Buchholz. Wer mit Markus Kaulbarsch (57) durch Buchholz geht, kann ein normales Gespräch vergessen. Überall wird er gegrüßt, für alle hat er ein freundliches Wort auf den Lippen. Als Kontaktbeamter (KOB) der Polizeiinspektion Harburg hält der Hauptkommissar den direkten Kontakt zu den Bürgern. Seit 17 Jahren schon hat er diesen verantwortungsvollen Job, unterbrochen nur von 18 Monaten im Innendienst. Jetzt feierte der beliebte KOB sein 40-jähriges Dienstjubiläum.
1973 ging der gebürtige Uelzener zur Polizeischule in Hannoversch Münden, es folgte die Station bei der Bereitschaftspolizei in Braunschweig. Als er 1975 einen Job in Buchholz in Aussicht hatte, griff er sofort zu. Dumm nur, dass es nicht - wie gedacht - das Buchholz bei Hannover war, sondern das kleine Nest in der Nordheide. Trotzdem wurde Kaulbarsch schnell heimisch im hohen Norden. In der Nordheidestadt lernte er seine Frau Rosi kennen, mit der er seit 34 Jahren verheiratet ist. Hier wurden die Töchter Janina und Jennifer geboren. Seine "drei Frauen", wie er sie liebevoll nennt, sind der Rückhalt für Markus Kaulbarsch. "Sie haben mir immer zur Seite gestanden, wenn es mir mal schlecht ging", sagt Kaulbarsch dankbar.
Als Kontaktbeamter ist er stark mit Worten. Das hat in den 40 Jahren (fast) immer geholfen. "Ich habe nur zweimal zugehauen", berichtet Kaulbarsch. In beiden Fällen wollten sich die Kontrahenten partout nicht trennen lassen. Seine Offenheit und seine soziale Ader haben Kaulbarsch polizeiintern auch mal Probleme eingebracht. Als er einen zehnfachen Vater vor dem Knast bewahrte, weil der Mann eine Strafe nicht zahlen konnte, vereinbarte Kaulbarsch mit ihm kurzerhand Ratenzahlung. Er sei Polizist und kein Sozialarbeiter, schnauzte ihn sein Vorgesetzter an. Kaulbarsch war's egal, der Vater bekam die Kurve.
In den vergangenen Jahren hat sich Markus Kaulbarsch der Gewaltprävention in Schulen und Kindergärten verschrieben. Er ist authentisch, auch weil er in seiner Kindheit Gewalt am eigenen Körper erfuhr. Wenn er Leid in den Augen der Kinder sieht, fühlt sich Kaulbarsch schlecht: "Ich bin ein Gefühlskasper mit rauer Schale und weichem Kern."
In seiner Freizeit entspannt Markus Kaulbarsch bei Ausfahrten mit seinem Trike. Zudem kann er sich stundenlang mit dem Zusammenschneiden von Videofilmen beschäftigen.