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Bürger zahlt die Zeche

(Foto: Speetzen)

Zwischenruf

Dieselfahrzeuge raus aus den Innenstädten? Fahrverbote oder verordnete Nachrüstung? Irgendetwas muss passieren, damit die Luft in den Innenstädten besser wird, das fordert allein schon die EU-Norm für Stickoxide. Von einem Fahrverbot betroffen wären vor allem Pendler, Taxiunternehmen, Handwerker und Lkw-Speditionen mit Dieselfahrzeugen bis zur Klasse Euro-5. Sie müssten sich neue Fahrzeuge kaufen oder die alten teuer nachrüsten lassen. Kosten, die dann an den Endverbraucher weitergegeben werden. Oder die sogar Kleinunternehmen den Garaus machen würden.
Dabei stellte sich diese Frage gar nicht, hätten die Städte ihre Hausaufgaben gemacht und für einen gut funktionierenden Öffentlichen Personennahverkehr gesorgt. Eine gute Anbindung und enge Taktung auch ins Umland, der Einsatz von Bussen mit Elektromotor. Auch die Automobilindustrie trifft ein Teil der Schuld. Viel früher hätten moderne Dieselmotoren verbaut werden können. Die Zeche zahlt - wie immer - der Bürger. Er wird gezwungen, quasi staatlich verordnete Investitionen privat zu tätigen und die erhöhten Preise zu zahlen, die betroffene Unternehmen aufrufen werden. Christine Bollhorn