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Bundesverdienstorden für Heidi Kluth

Feierte mit der ganzen Familie: Heidi Kluth (2. v. re.) erhielt das Bundesverdienstkreuz von Bundespräsident Joachim Gauck (Mitte) (Foto: Kluth)

Buchholzerin wird von Joachim Gauck für ihr langjähriges Engagement im Handwerk ausgezeichnet

as. Buchholz. Eine große Ehre wurde der Buchholzerin Heidi Kluth zuteil: Sie wurde jüngst von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Heidi Kluth, die gemeinsam mit ihrem Mann Uwe in Buchholz den Sanitärbetrieb "Kluth und Sohn Haustechnik" leitet, engagiert sich seit 1994 im Verein "Unternehmerfrauen im Handwerk" (UFH). Dort setzt sie sich als Vorsitzende im Landkreis Harburg, im Landesverband Niedersachsen und im Bundesverband für die Stärkung von Frauen in Führungspositionen im Handwerk ein. Zudem übt sie zahlreiche weitere Ehrenämter aus: unter anderem ist sie seit 2014 Vizepräsidentin der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.
"Ohne die Unterstützung von Freunden und der Familie wäre mein ehrenamtliches Engagement nicht möglich", sagt Heidi Kluth, die insgesamt etwa zwei bis drei Tage pro Woche für ihre Ämter im Einsatz ist. "So wie andere Menschen in meinem Alter Golf spielen, setze ich mich in meiner Freizeit für das Handwerk ein", so die 61-Jährige.
Heidi Kluth, die eigentlich gelernte Arzthelferin ist, stieg nach der Hochzeit in den Betrieb ihres Mannes ein. "Plötzlich musste ich mich mit Buchhaltung und Personalfragen auseinandersetzen", erinnert sie sich. Sie bildete sich kaufmännisch weiter und machte ihren Betriebswirt. Sie sei mit ihren Aufgaben gewachsen und habe nach und nach mehr mitgestalten wollen und Führungsaufgaben übernommen, so Heidi Kluth. „Ehrenamtlich werden Frauen aktiv, weil sie sehen, wo Hilfe erforderlich ist, wo sie sich einbringen können oder wo sie etwas bewegen oder verändern wollen", sagt sie.
Ihr ist es ein Anliegen, mehr Frauen für Berufe im Handwerk zu begeistern: "Für Frauen gibt es gute Chancen im Handwerk und gut bezahlte Berufe auch in den technisch orientierten Handwerken." Gleichzeitig soll das Handwerk für weibliche Führungskräfte sensibilisiert werden: "Die Frau als Betriebsnachfolgerin soll keine Notlösung á la 'die hatten keinen Sohn' sein, sondern als gleichwertige Alternative gesehen werden. Schließlich sollte der am besten geeignete Nachfolger oder eben die am besten geeignete Nachfolgerin den Betrieb übernehmen!" Bei den Malern und Tischlern seien die Frauen schon gut vertreten, das wünscht sie sich auch für die anderen Branchen.
Zur Verleihung durfte die ganze Familie mitkommen. "Dieser Tag stellt einen Höhepunkt für meinen persönlichen Lebensweg dar", freut sich Heidi Kluth.
Zusätzlich zur Auszeichnung erfuhr sie eine besondere Ehre: Sie durfte stellvertretend für alle geehrten Frauen die Dankesrede an den Bundespräsidenten halten.
Bundespräsident Joachim Gauck zeichnete anlässlich des Weltfrauentags 24 Frauen mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. Er würdigt damit ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement für die Bundesrepublik.