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Da fährt ein Flugzeug auf der Straße!

XXL-Transport: Der Rumpf der Gulfstream-Maschine ist auf der Lkw-Trailer verzurrt (Foto: Faber)

Projekt mobiler Flugsimulator: Unternehmer verschifft ausrangierten Geschäftsflieger nach Deutschland

os. Buchholz. Helmut Faber ist absolut sicher, dass seine neue Geschäftsidee voll einschlägt: "Damit gehen wir in die Geschichte ein. Das wird bundesweit für Interesse sorgen!"
Der Unternehmer aus Buchholz lässt gerade ein ausrangiertes Geschäftsreiseflugzeug der Marke "Gulfstream II" aus den USA nach Deutschland verschiffen. In dem Cockpit des ehemaligen Geschäftsfliegers soll ein Flugsimulator installiert werden, im Rumpf wird Platz für bis zu zwölf Gäste geschaffen. "Das wird ein absoluter Hit!", platzt Faber vor Vorfreude. Durch modernste Technik wird ein echter Flug simuliert, während eine "Flugbegleiterin" Kaffee und Kuchen serviert. "Dieses Projekt ist eine absolute Weltneuheit", sagt Faber. Es gebe zwar diverse Restaurants in ausrangierten Flugzeugen. Diese seien aber stationär. Fabers Gulfstream wird auf einen Lkw-Trailer geschweißt - und ist damit flexibel einsetzbar. Auch Privatleute sollen später die "Gulfstream" mieten können, zudem wird sie bei Flugschauen zum Einsatz kommen.
Die Idee, ein echtes Flugzeug anzuschaffen, hatte Faber bereits vor drei Jahren. Die ersten Anläufe scheiterten, weil die Überführung von größeren Passagierflugzeugen zu teuer gewesen wäre. Jetzt klappte es: Über einen Geschäftspartner auf einem der größten Flugzeugfriedhöfe in der kalifornischen Mojave-Wüste erfuhr Faber von der Gulfstream einer privaten Fluggesellschaft. In dem rund 24 Meter langen und siebeneinhalb Meter hohen Flugzeug wurden hauptsächlich Filmstars transportiert.
Der umtriebrige Geschäftsmann, der in der Region vor einigen Jahren durch eine selbstgebaute Marderfalle bekannt wurde, machte Nägel mit Köpfen: Er einigte sich mit der Commerzbank schnell über die Finanzierung des Projektes, beauftragte ein Transportunternehmen und beaufsichtigte vor Ort in den USA, wie das Flugzeug vorbereitet wurde für die lange Fahrt über die Weltmeere. Nach Deutschland kommt nur der Rumpf, Flügel und Heck wurden abgeschnitten und einzeln verkauft.
Wenn alles glatt läuft und auch der Zoll grünes Licht gibt, soll die Gulfstream in rund zwei Wochen in Buchholz ankommen. Dort wird sie für ihre kommenden Einsätze aufbereitet. In der ersten Oktoberwoche soll der mobile Flugsimulator offiziell eingeweiht werden - und dann in ganz Deutschland unterwegs sein. Für Flugschauen in Leipzig, Rostock und Stuttgart ist das Flugzeug schon fest gebucht, auch Filmaufnahmen werden in der "halben" Gulfstream stattfinden.
Helmut Faber freut sich schon auf die Reaktionen der Menschen: "Wenn Sie demnächst ein Flugzeug auf der Straße sind, bleiben Sie ruhig. Es ist alles in Ordnung!"

Lesen Sie hier, wie sich das Projekt entwickelt hat.