Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Der Abschied fällt schwer - Vier der ausgesetzten Hunde-Welpen haben ein neues Zuhause gefunden / Wer möchte „Shina“?

Nadine Koch (2. v. re.) ist froh, dass (v. li.) Julia Löwenkamp, Torsten Proch und Alice Koch drei Hunde "adoptiert" haben
mum. Buchholz. Das Schicksal von acht kleinen Hunde-Welpen berührte Mitte September die WOCHENBLATT-Leser. Ein Unbekannter hatte sie wenige Stunden nach der Geburt in einer Box vor dem Buchholzer Tierheim ausgesetzt. Dann ein kleines Wunder: die Dobermann-Hündin „Peaches“ von Nadine Koch war „scheinträchtig“ und adoptierte die Welpen. Ganz so, als ob es ihre eigenen Jungen wären, umsorgte „Peaches“ ihren Nachwuchs. Bis vergangenen Samstag: Drei der Welpen haben jetzt ein neues Zuhause gefunden.
„Mir fällt der Abschied schon etwas schwer“, räumt Nadine Koch ein. Die vergangenen Wochen waren für sie und ihre Familie ein großes Abenteuer. Anfangs musste die Inhaberin eines Friseursalons alle drei Stunden nach den Welpen sehen und sie füttern. „Viel Schlaf gab es in der ersten Zeit nicht“, so Nadine Koch. Zudem richtete die süsse Meute ein ziemliches Chaos bei den Kochs an. Unter anderem fielen ein Tisch, eine Lampe und ein Teppich den neugierigen jungen Hunden zum Opfer.
Dennoch ist die Hundebande der Frau sehr ans Herz gewachsen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Sarah Koch gab sie den Welpen die Namen „Hunter“, „Shina“, „Sparrow“, „Pepper“ und „Honey“. Zudem beschäftigte sie sich intensiv damit, die richtigen „Herrchen“ beziehungsweise „Frauchen“ zu finden. Nach dem Bericht im WOCHENBLATT sei das Interesse sehr groß gewesen. „Nach und nach haben aber immer mehr Leute wieder abgesagt“, sagt Nadine Koch. „Hunter“ möchte sie selbst behalten; für „Sparrow“, „Pepper“ und „Honey“ sind neue Besitzer gefunden. Für „Shina“ gebe es zwar Interessenten, aber entschieden sei noch nichts.
Drei der Welpen haben die ersten Tage leider nicht überlebt. „In Anbetracht der Situation haben wir damit leider rechnen müssen“, sagt Tierheimleiterin Melanie Neumann. Sie appelliert an alle Hundehalter: „Wenn Sie irgendwann mit Welpen überfordert sind, setzen Sie sie bitte nicht aus. Wir helfen gern.“
Übrigens: Inzwischen ist zumindest sicher, dass es sich bei dem Wurf um Labradore handelt. „Vermutlich gemixt mit einer anderen Rasse“, sagt Melanie Neumann. „Die Hunde sind für ihr Alter schon recht kräftig.