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Dorffest des Geschichts- und Museumsverein wurde zur unterhaltsamen Zeitreise

Zum Dorf- und Museumsfest in Seppensen kamen viele Gäste
bim. Seppensen. Beim Dorf- und Museumsfest des Geschichts- und Museumsvereins rund um das Sniers Hus in Seppensen wurden die zahlreichen Besucher jetzt wieder auf unterhaltsame Weise in vergangene Zeiten entführt. Sie konnten allerhand Wissenwertes erfahren oder selbst zu Wolle und Flintstein greifen. Viele ehrenamtliche "Überzeugungstäter" hatten das Gelände top auf Vordermann gebracht, boten ein kurzweiliges Programm und umsorgten die Gäste.
Das gute Miteinander der Ortschaften zeigt sich u.a. in der Kooperation mit dem Kunstverein Buchholz, der unter dem Titel "Without Borders" im Museumsdorf einige sehenswerte Skulpturen präsentiert. Der Titel habe dabei zweierlei Bedeutungen: Einerseits, dass Kunst grenzenlos sei und neue Blickwinkel entwickele, andererseits, dass die teils großen Kunstwerke die Grenzen des Museumsvereins gesprengt hätten, erklärte Kunstvereins-Vorsitzender Christoph Selke. Er bedankte sich beim Golfclub, ohne dessen Radlader die Werke nicht zum Sniers Hus hätten gebracht werden können. Die Skulpturen können noch bis zum 15. August angeschaut werden.
Vor großes Publikum wagten sich einige Kinder der Mühlenschule Holm-Seppensen, die Tänze präsentierten. Die Jugendfeuerwehr Holm führte am Dorfteich vor, wie bei der Tragkraftspritze "Luise" noch mit Muskelkraft Wasser gepumpt werden muss. Zu Gast waren u.a. auch die Volkstanzgruppe Hollenstedt und die Spinngruppe Jesteburg.
Eine zweite Heimat im Museumsdorf hat der Schmied Arnold Kahnenbley, dem der Geschichts- und Museumsverein eine Schmiede aufs Gelände gebaut hat. "Er schmiedet noch immer mit den Hämmern, mit denen er schon in seiner Zeit als Geselle und Meister gearbeitet hat. So lange er den Hammer heben kann, ist er hier", meinte Museumsvereins-Vorsitzender Dr. Erhard Deisting.
Wie man aus Dingen der Natur in der Steinzeit Feuer entfachte, zeigte der Archäologe Holger Junker. Seine kompetenten wie humorvollen Ausführungen begeisterten nicht nur die ganz jungen Gäste.
Im alten Schulgebäude ließen sich Mitglieder des Lesekreises Deutsche Schrift, der gerade eine alte Hanstedter Schulchronik von Sütterlin in lateinische Buchstaben transkribiert, über die Schulter schauen.
Daneben konnte Kunsthandwerkliches erworben werden. Schmuckdesignerin Inka Esselmann aus Hamburg war das erste Mal zu Gast und begeistert von den engagierten freundlichen Museumsvereinsmitgliedern. "Hier ist es einfach traumhaft. Die Menschen, die man trifft, sind alle so nett, es ist eine schöne Gemeinschaft", erklärte sie.