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DRK im Einsatz beim Elbehochwasser am Elbdeich

Das DRK bei der Verpflegungsausgabe für die Kreisfeuerwehr (Foto: DRK)
 
Franzi Schneider (16) macht auch beim DRK mit: "Ich bin gerne mit anderen für andere da!" (Foto: DRK)
(ah/nw). Einheiten der Kreisfeuerwehr sowie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus dem Landkreis Harburg waren gemeinsam beim Katastrophenschutzeinsatz „Hochwasser 2013“ im Einsatz. Die Einsatzorte und -anlässe waren völlig unterschiedlich. Die Einrichtung einer Notunterkunft in Dahlenburg, die sanitätsdienstliche Absicherung von Sandsackfüllstationen im Landkreis Lüchow Dannenberg oder die Versorgung eigener Einsatzkräfte in Hohnstorf und Amt Neuhaus einige Einsatzaufträge. Während die Feuerwehrkräfte mit Sandsäcken den Deich erhöhten, kümmerten sich die DRK-Helfer um Getränke, Verpflegung und Sonnenschutz. Die Gemeinde Hohnstorf hatte eine schattige Wiese zwischen Grundschule und Rathaus zur Verfügung gestellt und die Pause der Helfer mutete fast wie ein gemütliches Picknick an. Doch auch während der Arbeit auf dem Deich brauchten die Feuerwehrkräfte im strahlenden Sonnenschein genügend Getränke. Dafür sorgten die Rotkreuzhelfer gerne. Während die Sandsäcke-Schlange sich auf der Deichkrone kontinuierlich verlängerte, konnte sich jeder mit Flüssigkeit versorgen. Lange Pausen wollte niemand so recht machen – die einen schleppten Sand, die anderen Wasserkisten und kalten Eistee. “Bitte, Danke – Bitte, danke….” lachte man in den Helferketten und freute sich über die Hilfsbereitschaft der Hohnstorfer und der örtlichen Einsatzleitung. Auch in Privelack, Amt Neuhaus, ließen sich weder Rotkreuzler noch Feuerwehrleute von Sonne und Wärme bremsen. Mittlerweile war die Ausgabe von Getränken auf dem Deich schon zur Routine geworden und neben den Wasserflaschen machten die Sonnenmilchtuben die Runde.
In Dahlenburg wurden Materialreserven wie Feldbetten, Decken und anderes Material abgeladen, um eine Notunterkunft einzurichten. An den „elbnahen“ Orten bestand die Gefahr, dass die Bewohner ihr zu Hause verlassen und in provisorischen Notunterkünften untergebracht und versorgt werden müssen.
In den Sandsackfüllstationen haben ehren- und hauptamtliche Kräfte aller Hilfsorganisationen für Nachschub an befühlten Sandsäcken gesorgt. Dort sollten die Rotkreuzler die vielen freiwilligen Helfer, die Sandsäcke füllten, medizinisch betreuen. „Keine besonderen Vorkommnisse“ sind an heißen Tagen, wie den vergangenen, bei schwerer körperlicher Arbeit ein gerne gehörtes Fazit.

Franzi Schneidersagt: Ich mache mit, weil…. „ich gerne mit anderen für andere da bin!“


Auch Franzi Schneider war mit den DRK-Bereitschaften aus dem Landkreis Harburg im Einsatz am Deich. Zu Reitturnieren, Stadtfesten und an Ausbildungsabenden hat sie die Kameraden und ihre Aufgaben für das DRK kennen gelernt und beschlossen, selbst aktiv zu werden. „Für Medizin hab ich mich schon immer interessiert und es macht viel Spaß mit den Rotkreuzlern zusammen zu arbeiten“, sagt sie. Seit über einem Jahr ist die 16jährige Schülerin dabei und unterstützt die ehrenamtlichen Rotkreuzhelfer in Tostedt. Sogar in der Schule hat sie den Ruf der „Helferin“. „Es fühlt sich gut an zu helfen und dass die anderen sich auf einen verlassen können“, erklärt sie.
Im Landkreis Harburg sind vier DRK-Bereitschaften aus Jesteburg, Neu Wulmstorf, Tostedt und Winsen aktiv. Für die ehrenamtlichen Helfer wechseln sich Ausbildung und Einsätze das ganze Jahr über ab. Ob Fußballspiel oder Rockkonzert, Opernaufführung oder Großdemonstration – jede Veranstaltung mit großer Besucherzahl braucht einen Sanitätsdienst. Je nach Zahl der Besucher und nach Gefährdungspotential können die Bereitschaften des DRK die erforderliche Anzahl von Sanitätern aller Qualifikationsstufen, Notärzte und das notwendige Material bereitstellen. Bis Mai 2014 haben sich das WOCHENBLATT und DRK anlässlich des 150jährigen Rotkreuz-Jubiläums vorgenommen, 150 neue Mitglieder für die Ortsvereine zu gewinnen. Sowohl die aktive Unterstützung wie auch eine Fördermitgliedschaft sind für alle interessant, die das Rote Kreuz unterstützen möchten. 31 neue Mitglieder wurden bereits gefunden.
Die Aufgaben des Betreuungsdienstes, wie sie beispielsweise auch beim Hochwasser gestellt wurden, bestehen in der Versorgung und der Unterbringung von Betroffenen sowie der psychosozialen Unterstützung von Betroffenen und Einsatzkräften. Mit ihnen arbeiten die fachlich geschulten Helfer für technische Fragen oder Kommunikation eng zusammen. Hier bietet sich ein breites Feld an erweiterter Ausbildung für alle diejenigen, die sich neben Schule, Ausbildung, Beruf und Familie für andere Menschen engagieren möchten.
Informationen zur Arbeit der DRK-Bereitschaften beim Sprecher der Kreisbereitschaft, Jan Bauer, Tel: 0176-17208210, Email: kbl@drk-lkharburg.de