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Ehrlicher Finder gesucht

Eine 91-jährige Buchholzerin hat am Montag 400 Euro verloren. Gibt es einen ehrlichen Finder?

91-jährige Buchholzerin verliert 400 Euro und bittet die WOCHENBLATT-Leser um Hilfe.

mum. Buchholz. „Ich möchte nicht, dass die Menschen mich für verwirrt halten“, so eine 91-jährige Buchholzerin, die am Dienstag die WOCHENBLATT-Redaktion aufsuchte. „Ich fürchte, andere Leute zeigen mit dem Finger auf mich, wenn sie meine Geschichte lesen“, sagt sie. Ihren Namen möchte sie deshalb nicht in der Zeitung veröffentlicht sehen, ebenso wenig ein Foto von sich. Eigentlich ist das dann auch keine Geschichte für unser Blatt. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Zumal sich die Dame, die höchstens wie Mitte 70 aussieht, wirklich in einer Not-Situation befindet. Zudem macht sie wahrlich nicht den Eindruck, verwirrt zu sein.
Die 91-Jährige hat am Montag in der Filiale der Sparkasse Harburg-Buxtehude in der Poststraße in Buchholz 400 Euro aus dem Geldautomaten gezogen. „Ich hebe sonst nie so viel Geld ab“, sagt die Seniorin. „Aber meine Tochter hat nächste Woche Geburtstag und ich wollte ihr einen Teil davon schenken.“ Als sie das Geld zu Hause dorthin legen will, wo sie es gewöhnlich aufbewahrt, ist es weg. „Ich habe überall gesucht“, sagt sie. Sogar in den Kühlschrank habe sie geschaut. Auf dem Weg zur Bank hatte sie bei Penny in der Lindenstraße ein paar Kleinigkeiten eingekauft. „Ich dachte, vielleicht habe ich das Geld versehentlich zu den Einkäufen gelegt.“
Am nächsten Tag ist die 91-Jährige den gesamten Weg von ihrem Zuhause an der Bremer Straße entlang der Bahn bis zum Penny-Markt und weiter zur Sparkasse gelaufen. Sie hat Verkäufer und Sparkassen-Mitarbeiter befragt. Alles ohne Ergebnis. „Ich hatte gehofft, dass ich das Geld vielleicht im Geldautomaten vergessen habe“, so die Buchholzerin. Gewöhnlich zieht sie mindestens einmal in der Woche ihren Kontoauszug. „Ich muss doch wissen, ob ich noch genug Geld habe.“
Sollte nicht ein Wunder geschehen, dürfte der Blick auf das Konto ihr in den nächsten Wochen Sorgen bereiten. „Mit meiner Rente komme ich gerade so über die Runden“, sagt die 91-Jährige. Sie hofft nun darauf, dass es einen ehrlichen Finder gibt, der die 400 Euro zurückbringt. „Natürlich gebe ich gern Finderlohn“, so die Buchholzerin.

• Wer der Seniorin helfen kann, wendet sich bitte an die WOCHENBLATT-Redaktion unter der Rufnummer 04181 - 200353 oder via E-Mail an mum@kreiszeitung.net.