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Fahren im simulierten Rausch

"Abstände kann am unter Alkoholeinfluss nicht mehr einzuschätzen", sagte Sylvie Tröger nach der Fahrt mit der Rauschbrille
bim. Buchholz. Wie es sich anfühlt, unter Alkoholeinfluss Auto zu fahren, erfuhren am Samstag sechs Fahrschüler der Buchholzer Fahrschulen Fahrwerk und Fletschok. Das Präventionsteam der Polizeiinspektion Harburg und die Verkehrswacht klärten auf dem Schützenplatz im Rahmen der bundesweiten "Aktionswoche Alkohol" darüber auf, wie sehr die Fahrtüchtigkeit unter Alkoholeinfluss leidet. Dazu fuhren die Fahrschüler mit dem Auto zweimal durch einen Parcours, davon einmal mit einer sogenannten Rauschbrille, mit der das Fahren mit 1,3 Promille Alkohol simuliert wurde.
Sylvie Tröger (24), die rund 18 Fahrstunden absolviert hat, sagte anschließend: "Es war schon ziemlich schwierig. Man kann Abstände nicht mehr einschätzen. Beim Einparken habe ich fast gar nichts mehr erkannt."
Fahrschüler Ole Eckert (21), der bisher vier Fahrstunden hinter sich hat, fand das Fahren mit der Rauschbrille erschreckend. "Ich fühlte mich unwohl und wäre am liebsten gleich wieder ausgestiegen. Man erkennt, wo die Grenzen beim Fahren nach Alkoholkonsum sind, das war lehrreich."
Fahrlehrer Christian Grau bescheinigte seinen mit Rauschbrille fahrenden Schülern ein langsameres Reaktionsvermögen.
Nachdem sie die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf ihre Fahrtüchtigkeit erlebt hatten, wurden die jungen Menschen mit einer häufigen Unfallursache der Neuzeit bekannt gemacht. Während der Fahrt auf einem Rundkurs um den Schützenplatz, sollten sie eine SMS auf ihrem Handy oder Smartphone verfassen und absenden. Dabei tauchten aber immer wieder Hindernisse ganz plötzlich aus dem Seitenraum auf. Tennisbälle, die von den anwesenden Polizeibeamten kurz vor dem Fahrschulwagen über die Fahrbahn geworfen wurden, simulierten Wildtiere, Radfahrer, Kinder oder andere Situationen, die täglich so vorkommen. Wer jedoch die Augen auf dem Display seines Mobiltelefons hat, erkennt sie schlicht und einfach nicht... oder zu spät.
Die Idee zu dieser sinnvollen Veranstaltung hatten Carsten Bünger, Beauftragter für Jugendsachen, und Verkehrssicherheitsberater Dirk Poppinga.


Aktionswoche Alkohol

Die "Aktionswoche Alkohol findet vom 25. Mai bis zum 2. Juni statt. Hintergrund: Über 90 Prozent der Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 64 Jahren konsumieren regelmäßig Alkohol. Rund 8,5 Millionen Menschen - fast jeder fünfte Mann und jede siebte Frau - auf riskante Weise. Davon sind 1,3 Millionen Menschen abhängig und somit behandlungsbedürftig erkrankt. Nicht nur die eigene Gesundheit wird aufs Spiel gesetzt - auch Familie, Freunde und Fremde werden in Mitleidenschaft gezogen: durch die Kosten alkoholbedingter Krankheiten, durch Gewalttaten und Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss. Deswegen engagieren sich jetzt zum vierten Mal tausende Veranstalter in der Aktionswoche Alkohol für einen problembewussten Umgang mit Alkohol. Die zentrale Botschaft lautet: „Alkohol? Weniger ist besser!“ Nähere Infos gibt es unter www.aktionswoche-alkohol.de