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Freilichtmuseum am Kiekeberg: Eine Erfolgsgeschichte seit 30 Jahren

Landkreis Harburg kaufte im Jahr 1987 die kulturelle Einrichtung von der Stadt Hamburg / Tausende Besucher beim Jubiläumsfest

(os). „Unsere Stärken sind viele Ideen und ein Team, das unser Museum immer weiter nach vorne bringen will. Deshalb waren wir in den vergangenen 30 Jahren so erfolgreich.“ Das sagte Prof. Dr. Rolf Wiese, Direktor des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Rosengarten-Ehestorf (Landkreis Harburg), am Montag bei der Feierstunde anlässlich des Jubiläumsfests. Rund 70 geladene Gäste aus Gesellschaft und Politik kamen im historischen Tanzsaal zusammen, während draußen tausende Besucher die vielen Attraktivitäten des Freilichtmuseums erkundeten und auch das fünfjährige Bestehen des Agrariums feierten.
Am 1. Mai 1987 hatte der Landkreis Harburg das Museum, das 1953 als Außenstelle des Helms-Museums eingerichtet worden war, von der Stadt Hamburg erworben. Kosten damals: rund 3,2 Millionen D-Mark. Im Jahr 2003 wurde das kreiseigene Museum in eine Stiftung privaten Rechts umgewandelt.
Wiese sowie Landrat Rainer Rempe, Heiner Schönecke (Vorsitzender des Fördervereins des Freilichtmuseums) sowie Stiftungsratsvorsitzender Klaus-Wilfried Kienert blickten in teils launigen Beiträgen auf die vergangenen 30 Jahre zurück.
Die tolle Zusammenarbeit von Landkreis Harburg, dem Förderverein - dieser hat mittlerweile mehr als 12.000 (!) Mitglieder - und den Verantwortlichen des Museums sei ein großer Erfolgsfaktor gewesen, betonte Wiese. „Wir haben kurze Entscheidungswege“, so der Museumsdirektor, der von Anfang an dabei war und vom damaligen Oberkreisdirektor Hans-Joachim Röhrs auf diesen Posten gehievt wurde. Zum Erfolg habe beigetragen, dass man zeitig erkannt habe, das Museum wie einen Wirtschaftsbetrieb führen zu müssen. Sein Dank ging an die vielen Förderer, u.a. die Sparkasse Harburg-Buxtehude und verschiedene Stiftungen, die dem Museum zu einer großen Unabhängigkeit verholfen haben.
Schönecke erinnerte daran, wie Röhrs und er damals den - wegen seines Vollbartes - „zugewachsenen 68er“ Wiese, der als Denkmalpfleger beim Landkreis arbeitete, für den Direktorenposten vorschlugen. Wiese überzeugte u.a. mit einer Planung, die bis ins Jahr 2022 reicht. Er sei stolz auf die vielen Förderer, sagte Schönecke: „Wir werden ihnen auch in Zukunft viele Möglichkeiten bieten, uns zu unterstützen.“ Landrat Rempe betonte, das Museum sei ein kultureller Leuchtturm, der das Leben der Region auch über die Kreisgrenzen hinaus entscheidend präge.
Das Besondere beim Jubiläumsfest war, dass die Besucher freien Eintritt hatten und am Ende spenden konnten soviel sie mochten. Zahlreiche Vorträge, Führungen und Programmpunkte wie Schaukochen und Treckerschauen begeisterten die Gäste.