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Gesellschaft gegründet: Stadt Buchholzer vermarktet seine Gewerbeflächen künftig selbst

Vorstand in der neuen Verwaltungs- und Entwicklungsgesellschaft: Kämmerer Dirk Schlüter... (Foto: archiv)
os. Buchholz. Die Stadt Buchholz soll künftig ihre Gewerbegebiete selbst vermarkten: Der Stadtrat beschloss jetzt einstimmig die Gründung der "Grundstücksverwaltungs- und Entwicklungsgesellschaft Buchholz", einer Anstalt des öffentlichen Rechts.
Vordringliche Aufgabe der neuen Gesellschaft ist der Verkauf der verbleibenden Flächen im Gewerbegebiet III am Trelder Berg. Dort steht fast die Hälfte der 34,5 Hektar leer, Ende 2014 endet der Vertrag mit dem externen Vermarkter DSK. Dann muss die Stadt die noch nicht verkauften Grundstücke an der B3/B75 zurücknehmen.
Vorstand der Entwicklungsgesellschaft sind Kämmerer Dirk Schlüter und Fachdienstleiterin Antje Bauersfeld, die bisher schon als Ansprechpartnerin der Stadt für das GE III fungierte. Den Verwaltungsrat bilden Bürgermeister Wilfried Geiger und fünf Mitglieder des Stadtrates. Die Anstalt erhält 25.000 Euro als Startkapital.
Mehrere Ratsmitglieder warfen der DSK und dem Vorgänge-Vermarkter NILEG vor, nicht effektiv gearbeitet zu haben. "Wir haben gar keine andere Wahl, als die Flächen selbst zu vermarkten. Wir müssen retten, was zu retten ist", sagte Grünen-Fraktionschef Joachim Zinnecker. Jürgen Kempf (FDP) regte an, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Harburg (WLH) als Partner mit ins Boot zu nehmen.
Buchholz könnte als Vorbild für den Landkreis fungieren. Auch die Stadt Winsen überlegt, ob sie ihre Gewerbeflächen (z.B. Im Gewerbegebiet Luhdorf) selbst vermarktet. Auch Winsen hat einen Vertrag mit der Firma DSK.
Widerstand im Rat gibt es gegen den Plan, die neue Gesellschaft künftig auch als Wohnbaulandentwickler oder Wohnungsverwalter tätig werden zu lassen, Der Gründungsausschluss lässt dieses zu, wenn der Rat mehrheitlich zustimmt.