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Herzliche Menschen und chaotischer Straßenverkehr

In Lungis und Saris: Die Schüler ließen sich indische Kleider anfertigen (Foto: Rieckmann)

30 Gymnasiasten aus Buchholz und Hittfeld verbrachten eine Woche in Süd-Indien

os. Buchholz/Hittfeld. Julia war beeindruckt von den großen Gegensätzen der Behausungen - hier Mini-Hütten, dort riesige Villen -, Jasmin freute sich über die große Herzlichkeit der Menschen, Alina wundert sich noch immer, wie der Verkehr ohne erkennbare Regeln funktionieren konnte. Mit reichlich Eindrücken kehrten 30 Schüler und Lehrer aus Hittfeld und Buchholz jetzt von ihrer einwöchigen Tour nach Süd-Indien zurück. Bereits zum vierten Mal reisten das Albert-Einstein-Gymnasium Buchholz (AEG) und das Gymnasium Hittfeld gemeinsam in die südindische Region Kerala. Organisiert wurde der Trip von Martin Cherian, Vorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft, der zeitweise in Indien lebt.
Die Reise für die Elftklässler lief zunächst anders als geplant. Weil das Flugzeug in Hamburg wegen eines technischen Fehlers mehr als drei Stunden zu spät abflog, verpasste die Reisegruppe den Anschlussflug von Dubai nach Kochi. Folge war ein fast 24-stündiger Aufenthalt in Dubai, der immerhin mit einer beeindruckenden Stadtrundfahrt versüßt wurde.
In Kerala besuchten die Elftklässler, nach Abstechern auf eine Tee- sowie Kautschuk-Plantage, u.a. den englischsprachigen Unterricht in den Partnerschulen, der Ossanam School (Gymnasium Hittfeld) und der Auxilium School (AEG). Zudem recherchierten die Gymnasiasten zu verschiedenen Themen, über die sie im zweiten Schulhalbjahr eine 15-seitige Seminarfacharbeit verfassen werden. „Das Besondere ist, dass die Schüler eine These für ihr Thema entwickeln müssen“, sagt AEG-Lehrer Florian Zeitler. U.a. beschäftigen sich die Elftklässler mit dem Bildungssystem („Ohne Geld keine Zukunft?“) und der Architektur („Kulturverlust durch Modernisierung?“). Gemeinsam besuchten die Schüler u.a. eine Farm mit Arbeitselefanten, inklusive reichlich Wasserduschen. Lehrer Zeitler lobte die Reisegruppe, die sehr zuverlässig gewesen sei: „Zudem waren alle besonders freundlich und haben, anders als in Deutschland in der Schule, viele Gefühle gezeigt.“
Die Kooperation der beiden Gymnasien soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden. In Kürze sollen die Vorbereitungen beginnen. Wie lange der Indien-Besuch noch stattfindet, hängt auch von Martin Cherian ab. Ohne seine Vorbereitungen und Indien-Kenntnisse ist die Reise für die Schulen nicht zu organisieren.