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Hier macht das Schnippeln Spaß

Ein ganzer Tisch voll leckerem Gemüse und Obst: Drittklässler der Waldschule mit (hinten v. li.) Lehrerin Annika Pape, Barbara Findeklee-Walter (Leiterin Grundschule Sprötze-Trelde), Direktvermarkterin Angela Eickhoff, Kirsten Fuhrmann (Leiterin Waldschule) und Lehrerin Ann-Christin Ralle

Waldschule und Grundschule Sprötze-Trelde nehmen am Schulobst-Programm der EU teil / "Das fördert die Sozialkompetenz"

os. Buchholz. Wie schmeckt ein Kohlrabi? Welche Vitamine stecken in einem Apfel, und wie bereite ich eine Möhre zu? Die Schüler der Waldschule Buchholz und der Grundschule Sprötze-Trelde haben auf diese Fragen die passenden Antworten. Sie nehmen seit Kurzem an dem von der EU geförderten Schulobst-Programm teil. Zweimal pro Woche liefert Angela Eickhoff vom Hofladen in Sprötze pickepackevolle Kisten mit saisonalem Obst und Gemüse aus der Region - insgesamt fast 180 Kilogramm. Äpfel, Möhren & Co. werden dann im Unterricht zubereitet und verzehrt.
Viele Kinder wissen eben nicht mehr, wie ein Kohlrabi schmeckt, hat Angela Eickhoff festgestellt. Im Schulranzen landen häufig eher Schokobrot oder Süßwaren - oder die Kinder kommen gleich ganz ohne Nahrung in die Schule. Hier setzt das Schulobst-Programm an: Im Klassenverband lernen die Kinder Obst und Gemüse kennen und schätzen. "Es ist schön zu sehen, mit wie viel Freude die Kinder bei der Sache sind", sagt Kirsten Fuhrmann, Leiterin der Grund- und Oberschule Waldschule. Auch bei der Grundschule Sprötze-Trelde ist das Projekt hervorragend angelaufen, nicht zuletzt dank des großen Einsatzes der Lehrerinnen.
Angela Eickhoff achtet darauf, dass sie den Großteil des Obstes und des Gemüses von Landwirten aus der Region erhält. So kommt das Weichobst von Busch in Todtglüsingen, der Salat von Reymers aus Reindorf und Äpfel aus dem Alten Land. Ein bisschen Bürokratie blieb Angela Eickhoff nicht erspart: Die Direktvermarkterin musste eine EU-Nummer beantragen, um das Obst liefern zu dürfen.
Das Programm ist erst einmal für ein Schuljahr angelegt. Die Schulleiterinnen Kirsten Fuhrmann und Barbara Findeklee-Walter hoffen aber, dass es fortgesetzt werden kann. "Durch das Projekt wird auch die Sozialkompetenz unserer Schüler erhöht", sagt Kirsten Fuhrmann. Eines ist Waldschul-Lehrerin Ann-Christin Ralle wichtig: "Das Schulobst-Programm ist nur ein ergänzendes Angebot. Es ersetzt nicht das Schulbrot und die ausgewogene Ernährung zu Hause!"