Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

In der Region ist längst nicht alles "top"

Institut Prognos präsentiert "Familienatlas 2012"


(kb). Überdurchschnittlich gute Werte bei der Kleinkinderbetreuung, viele Zuzüge und Beschäftigungswachstum: Der Landkreis Harburg gehört zu den 25 "Top-Regionen" Deutschlands. Das ist eines der Ergebnisse des "Familienatlas 2012", den das Forschungsinstitut Prognos erstellt hat. Aber es gibt Nachbesserungsbedarf.
Der Familienatlas vergleicht aufgrund von 24 Indikatoren, wie z.B. der Erschwinglichkeit von Wohneigentum, der Kriminalitätsbelastung oder der Ausbildungsplatzdichte, die Attraktivität der Lebensbedingungen für Familien und Kinder in den insgesamt 402 Landkreisen Deutschlands. Thematisiert werden u.a. die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Wohnsituation und die Angebote der regionalen Familienpolitik.
Dass der Landkreis Harburg im "Familienatlas 2012" so gut abschneidet, ist besonders auf das im Vergleich gut ausgebaute Betreuungsnetz für Kleinkinder unter drei Jahre (Platz 14) und relativ viele Zuzüge in den Altersgruppen 0-18 und 30-50 (Platz 6) zurückzuführen. Positiv stechen auch der hohe Anteil an Familienwohnungen, die hohen Mitgliederzahlen bei Kindern und Jugendlichen in den Sportvereinen und das Beschäftigungswachstum heraus.
Doch nicht alles ist eitel Sonnenschein. Die Studie legt z.B. offen: Bei den erteilten Unterrichtsstunden pro Schüler landet der Landkreis auf dem fünftletzten Platz. Und auch an Kinderärzten mangelt es. Im Landkreis Harburg gibt es pro 100.000 Kinder nur 32 Kinderärzte, im Bundesdurchschnitt sind es 52 Ärzte. Ebenfalls deutlich ausbaufähig: die Anzahl der Lehrkräfte an den Schulen sowie das Angebot an Ganztagsbetreuungsangeboten für Kinder ab drei Jahren. • Alle Informationen zum "Familienatlas 2012" finden Sie im Internet unter www.prognos.com. Auf einer interaktiven Karte können dort auch die Ergebnisse der jeweiligen Landkreise abgerufen werden.