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Kein Fracking in der Nordheide!

Grundstückseigentümer können Bodenuntersuchungen verhindern

as. Buchholz. Zwischen Amelinghausen und Stelle regt sich der Widerstand gegen die seismischen Untersuchungen der Ölfirma Kimmeridge (das WOCHENBLATT berichtete). Bei einem Treffen einigten sich jetzt Vertreter von fünf Bürgerinitiativen (BI) und Vereinen über ein gemeinsames Vorgehen.
Alle Bürger werden aufgefordert, am Zaun ihres Grundstücks gelbe Schilder anzubringen, auf denen seismische Untersuchungen auf ihrem Privatgrundstück untersagt werden. Die BIs bereiten Formschreiben vor, mit denen man dem Landesbergamt und der Firma Kimmeridge mitteilen kann, auf welchem Flurstück man die Seismik verbieten will. Bei ihren Bemühungen, auch auf kommunaler Ebene den Widerstand gegen die Fracking-Vorbereitungen zu organisieren, werden Politiker in Kreistag und Gemeinden von den BIs unterstützt.
In anderen Regionen (z.B. Sittensen) sind diese gemeinsamen Anstrengungen schon erfolgreich gewesen.
• Hintergrund: Kritiker befürchten bei der Ölförderung durch sogenanntes „Fracking“ erhebliche Schäden für die Umwelt, insbesondere für das Grundwasser. Die Fracking-Firma Kimmeridge GmbH hat die Erlaubnis, im „Aufsuchungsfeld Oldendorf“ (erstreckt sich über Teile der Landkreise Lüneburg und Harburg) nach Rohstoffen zu suchen. Unter Umständen muss das Unternehmen für diese seismische Untersuchungen private Grundstücke befahren. Die BIs fordern nun die Eigentümer auf, Kimmeridge zu untersagen, die Untersuchungen auf ihren Grundstücken durchzuführen, um so mögliches Fracking in der Heide zu verhindern.
• Wer mehr wissen oder aktiv werden möchte, kann sich an seine örtliche Initiative wenden: Amelinghausen: Heide Intakt; Salzhausen: UBI Salzhausen; Ohlendorf: Verein zur Erhaltung gesunden Lebensraumes; Kreis Harburg: BI Kein Fracking in der Heide; Gemeinnütziges Netzwerk für Umweltkranke GENUK.