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„Keine halben Sachen“

Gut getaktet im Alltag: Pflegedienstleiterin Yvonne Martini (32) meistert neben dem Familienleben souverän die Herausforderungen in Job und Studium (Foto: Kursana/Buchholz)
ah. Wer den beruflichen Weg von Yvonne Martini (32) in den letzten acht Jahren verfolgen möchte, sollte schwindelfrei sein. Denn die neue Pflegedienstleiterin im Kursana Domizil Buchholz hat in der Senioreneinrichtung nicht nur rasant Karriere gemacht und kurzzeitig sogar drei Positionen gleichzeitig inne gehabt. Die Mutter eines fast neunjährigen Jungen hat neben ihrer Arbeit auch noch zwei unterschiedliche Studiengänge absolviert. „Ich bin nun Mal kein Mensch für halbe Sachen“, sagt Yvonne Martini. „Da ich hier im Haus in wechselnden Positionen große Verantwortung getragen habe, wollte ich meine Arbeit immer hundertprozentig erledigen.“
Nach ihrer Ausbildung zur Pflegefachkraft hat es die Hamburgerin bei einem ambulanten Pflegedienst bis zur Qualitätsbeauftragten gebracht. Der Umzug ins neue Zuhause in Nenndorf fiel auf den Tag genau mit der Geburt von Sohn Luka zusammen. „Gut getaktet, oder?“, sagt Yvonne Martini und lacht. „Mit Herausforderungen konnte ich schon immer gut umgehen.“ Noch in der Elternzeit begann sie, zuerst an zwei Wochenenden im Monat im Kursana Domizil Buchholz als Pflegefachkraft zu arbeiten. Als Luka mit einem Jahr in die Krippe kam, arbeitete Yvonne Martini zuerst 30 Stunden im Nacht-, später im Tagdienst. Nach wenigen Monaten wurde sie bereits stellvertretende Wohnbereichsleiterin, ein Jahr später dann Wohnbereichsleiterin des geschützten Wohnbereichs für demenziell erkrankte Bewohner. In dieser Zeit machte sie nicht nur eine Zusatzqualifikation zur Gerontopsychiatrischen Fachkraft, sondern studierte berufsbegleitend Psychotherapie für den „Kleinen Heilpraktikerschein“.
„Diese Ausbildungen haben mir ermöglicht, die Verhaltensweisen unserer Bewohner besser zu verstehen und sie auf unterschiedlichen Gefühlsebenen abholen zu können“, sagt Yvonne Martini, die dann zusätzlich zur Qualitätsbeauftragten des Domizils und zur Stellvertretenden Pflegedienstleiterin berufen wurde. In dieser Doppelfunktion arbeitete sie vier Jahre lang bis Ende letzten Jahres die Stelle der Pflegedienstleiterin im Haus neu zu besetzen war. „Als ich das Jobangebot bekam, habe ich den Familienrat einberufen“, erzählt sie. „Luka hat genauso wie mein Mann dafür gestimmt, dass ich die Herausforderung annehme, obwohl ich jetzt länger arbeiten und Tagungen besuchen muss. Mein Sohn ist stolz darauf, dass er auch schon Verantwortung übernehmen darf und entpuppt sich bei allen Absprachen als absolut zuverlässig. Dafür hat er mein Wort, dass mir der Sonntag als Familientag heilig ist.“
Am Tag ihrer Beförderung zur PDL startete Yvonne Martini ihr zweijähriges berufsbegleitendes Studium in Sozialmanagement, das sie nach dem Abschluss auch dazu qualifizieren wird, die Leitung einer Senioreneinrichtung zu übernehmen. Zum Ausgleich betreibt die selbsterklärte Perfektionistin Kickboxen und die asiatische Kampfsportart Muay Thai. „Da lasse ich vier Mal die Woche Dampf ab“, sagt Yvonne Martini und lacht. „Der Tag hat so viele Stunden. Da bringe ich auch in Zukunft alles unter, was mir wichtig ist.“